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09.01

Zeillern | 200 Jahre Friedrich Wilhelm Raiffeisen



Die 7 Raiffeisenbanken im Mostviertel feierten mit hochkarätigen Gästen den Auftakt zum Jubiläumsjahr im Schloss Hotel Zeillern.

Mit einem großen Fest und einer Ausstellung läuteten die Raiffeisenbanken das Jubiläumsjahr "200 Jahre Friedrich Wilhelm Raiffeisen" ein. Der im deutschen Heddesdorf (heute Neuwied) geborene Sozialreformer und Kommunalbeamte gehört zu den Gründern der genossenschaftlichen Bewegung und ist Namensgeber der Raiffeisenorganisation. "Der die Zeit überdauernde Verdienst Raiffeisens bleibt sein unerschütterliches Eintreten zur gegenseitigen Hilfe auf "Treu und Glauben" und Initiierung erster überregionaler Universalgenossenschaften, die sowohl Geld- als auch Warengeschäfte tätigten." (Quelle: wikipedia) Dem Anlass entsprechend fanden sich neben den Festredner auch zahlreiche Spitzenrepräsentanten von Raiffeisen sowie Gäste aus Politk, Klerus und Wirtschaft ein, die sich gemeinsam an das Lebenswerk Raiffeisens erinnerten, der bis heute hohe gesellschaftliche wie wirtschaftliche Relevanz hat.

Der Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, Mag. Erwin Hameseder, erinnerte daran, dass die Werte Raiffeisens nach wie vor der Grundstein für die heutige Arbeit bei Raiffeisen ist. Auch wenn die Welt ständig in Bewegung ist und Veränderung unabdingbar ist, so ist Raiffeisen nach wie vor die gelebte Kraft der Regionen. Die Verschränkung von Geld, Ware und Verwertung ist stark in den Regionen verwurzelt und so kann die Wertschöpfungskette mitgesteuert werden. Auch wenn sich das genossenschaftliche Geschäftsmodell an die aktuellen Herausforderungen anpassen muss, so zählt für Raiffeisen nach wie vor das Engagement in den Bereichen Sport, Kunst und Kultur, Soziales und insbesondere in den Vereinen, wie z.B. der Freiwilligen Feuerwehr oder der Landjugend. Die Raiffeisen NÖ-Wien ist ein unverzichtbarer Arbeitgeber, Investor und Steuerzahler mit einer Verankerung in den Bereichen Bank, Agrar, Medien und Infrastruktur. Rund 11.500 Arbeitsplätze werden in Niederösterreich geschaffen bzw. gesichert. 58 Raiffeisenbanken in NÖ (davon 7 im Mostviertel) mit 482 Bankstellen und rund 3.000 Mitarbeitern betreuen knapp 1 Million Kunden und verwalten ein Vermögen von rund € 7,6 Mrd.

Landeshauptfrau-Stv. Dr. Stephan Pernkopf betonte, wie wichtig das Genossenschaftsmodell im Gegenteil zum "Vollkaskostaat" ist und dass der Zusammenhalt in der Region ganz wichtig ist. Dabei dankte er auch Raiffeisen, für vieles, was in NÖ gemeinsam erreicht werden konnte und stellte einmal mehr eine ökozsoziale Marktwirtschaft in den Vordergrund. Der Vordenker im ländlichen Raum erläuterte sehr wohl seine pro-europäische Haltung, betonte aber einmal mehr, dass wieder mehr Vertrauen anstelle von Kontrollwahn gefragt ist und, dass man hinkünftig jemanden wieder mehr in die Augen, als auf die Finger schauen sollte. Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, Elisabeth Köstinger zititerte Victor Hugo: "Nichts ist so stark, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist!". Der Ur-Genossenschaftsgedanke des Teilens sei im weitesten auch das Erfolgsmodell von Smartphones, die allein im letzten Jahrzehnt die Welt verändert haben. Wichtig sei ihr, die Chancengleichheit im Ländlichen Raum zu großen Städten und urbanen Zentren herzustellen. Bedeutend sei es auch darüber hinaus Veränderungen positiv gegenüber zu stehen und jungen Leute wieder Perspektiven zu bieten. Sie ist glücklich über die Chance ihre Erfahrungen im neuen Ressort einbringen zu können und setzt hinkünftig auf die bereits vorhandenen Synergien zwischen Landwirtschaft und Tourismus. Eine Klimastrategie und der Ausbau erneuerbarer Energie ist dabei genauso unabdingbar, wie der Paradigmenwechsel vom Billigstbieter zum Bestbieter, wobei der Fokus nunmehr gestärkt auf qualitative, regionale Produkte gelegt werden soll. Ihr Bekenntns zur Subsidiarität drückt sich auch darin aus, dass man Großes groß lösen soll, aber Kleines im Kleinen lösen kann, wobei hier wiederum der Bogen zur Genossenschaft gespannt wurde, denn hier ist einmal mehr die Solidarität untereinander gefragt.

Nach einer informativen Talkrunde, perfekt begleitet von ORF-Moderatorin Mag. Christiane Teschl-Hofmeister gab es ein köstliches Flying Buffet der Schlossküche, welches im Anschluss zum Smalltalk und Netzwerken anregte.

1. Foto, v.l.n.r.: Landeshauptfrau-Stv. Dr. Stephan Pernkopf, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus Elisabeth Köstinger u. Obmann Raiffeisen-Holding NÖ-Wien Mag. Erwin Hameseder

Didi Rath

 

 

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