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05.01

Waidhofen/Ybbs | Miteinander Zukunft vorausdenken - Impuls zum Jahresauftakt



Diesmal lud der Bürgermeister der Stadt Waidhofen/Ybbs nicht nur auserwählte Bürger der Stadt ein, sondern in seiner Funktion als Kleinregionssprecher von 10 prosperierenden Gemeinden rund ums Ybbstal alle Interessierten, um gemeinsam und miteinander mehr in der Region zu erreichen.

Dazu lud Bgm. Mag. Werner Krammer den bekannten Publizisten und Unternehmensberater Matthias Horx ein, der insbesonders als Trend- und Zukunftsforscher bekannt ist. In seinem Zukunftsinstitut stellt er sich die Frage, welche Veränderungen (Trends und Megatrends) unsere Gegenwart prägen und welche Rückschlüsse sich daraus für die die Zukunft von Gesellschaft, Unternehmen und Kultur schließen lassen. Die Antworten darauf sind mitunter komplex, immer aber machen sie es sich zur Aufgabe, den Wandel begreifbar zu machen, ihn zu moderieren und Zukunft als Chance zu sehen. In seinem Impulsreferat "Die progressive Provinz" erläuterte er die Themen und Gegentrends zur Verdörflichung der Stadt bzw. zur Urbanisierung des Landes. Zuvor betonte Krammer in seiner Einführung, wie wichtig es künftig sein wird, vermehrt über Gemeindegrenzen hinweg in größeren Einheiten zu denken, um gemeinsam und mit echten und ehrlichen Kooperationen auf Augenhöhe mehr zu erreichen. In diesem Zusammenhang verwies er auf bereits erzielte Erfolge im Rahmen der LEADER Region Eisenstraße Niederösterreich sowie auf die große Chance, welcher der Zukunftscampus bringen kann um u.a. der Abwanderung oder dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Hier sei es jedoch nicht alleine Sache der öffentlichen Hand die Zukunft zu lenken, sondern ebenfalls gemeinsam mit Unternehmen aus der Region bei der Standortentwicklung an einem Strang zu ziehen.
Darüber hinaus zeigte Horx eindrucksvoll auf, was es für eine progressive Provinz braucht:
1) aktive Heimkehrer 2) lokale Visionäre 3) Local Branding 4) mutige Projekte 5) Weltoffenheit 6) Win-Win-Wille (Kooperationen über die Gemeindegrenze) 7) Selbstvertrauen (Jammerverzicht). Spannend war auch seine Erklärung des Begriffs Heimat, welche laut ihm kein Ort (allein) ist und auch nicht nur ein Traditionsgefühl, sondern vielmehr die Gewissheit der Verbundenheit. Die knapp 400 Interessierten im Plenkersaal zeigten ebenso großes Interesse an seinen Ausführungen zur Synthese von Lebensformen oder zu aktuellen Trends, wie z.B. Slow Cities und Slow Regions, Gourmet Regionen und Gastronomie 2.0, Energie Regionen, Pro Aging, aktive Standortpolitik sowie mutige Architektur.

In einer Interviewrunde, welche von Tom Bläumauer moderiert wurde, präsentierten neben Bgm. Krammer drei weitere Bürgermeister ihre Sichtweise zu diesem spannenden Thema: Bgm. Martin Ploderer aus Lunz/See sprach über den tollen Start des Ybbstalradweges oder das Erfolgsprojekt Seebühne, LAbg. Bgm. Anton Kasser aus Allhartsberg über Ernährung und deren qualitativer Produktion und richtigen Vermarktung sowie Bgm. Manuela Zebenholzer aus Hollenstein/Ybbs über die sensationelle Unterstützung und die Zusammenarbeit beim Königsberg, Skigebiet und Bike Park. All diese Beispiele sind für Bgm. Krammer echte Leuchtturmprojekte, die eindrucksvoll beweisen, dass es auch anders gehen kann.

Zum Ausklang gab es köstliche Brote der Bäuerinnen, Süßes der der Konditoren Erb, Hartner und Piaty sowie eigens für die Stadt produzierte Sonderabfüllungen Stadt.Most und ein Berg.Quell-Bier aus Bruckners Erzbräu.

Didi Rath
 

Waidhofen/Ybbs Magistrat


Oberer Stadtplatz 28,
3340 Waidhofen/Ybbs