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01.03

Ennsdorf | SPÖ Frauen NÖ - Internationaler Frauentag



Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März luden die SPÖ Frauen NÖ, allen voran Landesfrauenvorsitzende LAbg. Elvira Schmidt, Landesfrauengeschäftsführerin Annemarie Mitterlehner und Bezirksfrauenvorsitzende Birgit Wallner, zur prominent besetzten Talkrunde ins Gewäxhaus ein.

Unter dem Motto "An uns, ihr Frauen, ist die Reihe" fanden sich Bundesvorsitzende NRin Dr.in Pamela Rendi-Wagner, Bundesfrauenvorsitzende NRin Gabriele Heinisch-Hosek und Landesfrauenvorsitzende LAbg. Elvira Schmidt sowie LAbg. Bgm. Mag.a Kerstin Suchan-Mayr und die beiden NÖ Spitzenkandidaten zur bervorstehenden EU-Wahl am 26. Mai, SJ-Vorsitzende Melanie Zvonik und Bezirksvorsitzender LAbg. Dr. Günther Sidl zur Talkrunde ein, welche von den beiden Gastgeberinnen moderiert wurde. Zuvor richteten Hausherr und Bürgermeister Daniel Lachmayr, Bezirksvorsitzende LRin Ulrike Königsberger-Ludwig und Landesparteivorsitzender LH-Stv. Franz Schnabl ihre Grußworte an die rund 300 Gäste.

Unter den zahlreichen Genossinnen und Genossen fanden sich u.a. auch Ehrenvorsitzende NRin a.D. Gabriele Binder-Maier, BRin a.D. Ingrid Winkler, NRin Dr. Sonja Hammerschmid, Bezirksfrauenvorsitzende NRin Katharina Kucharowits, NRin Sabine Schatz, Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner, Bezirksfrauenvorsitzende BRin Doris Hahn u.v.m.

Politische Errungenschaften für Frauen sind nicht selbstverständlich
Schwarz-Blau macht starke Stimme für Frauen notwendiger denn je

Seit hundert Jahren dürfen auch Frauen in Österreich das Wahlrecht ausüben. Die erste Frauenministerin in Österreich, Johanna Dohnal, hätte heuer ihren 80. Geburtstag gefeiert. Viel wurde für die Frauen erreicht: Von umfassenden Gewaltschutzmaßnahmen über gesellschaftliche und politische Teilhabe bis hin zu Maßnahmen, die das persönliche Umfeld von Frauen betreffen, wie zum Beispiel, dass sie ohne Erlaubnis ihres Mannes arbeiten dürfen. Bei der Veranstaltung stand das Engagement, Frauen bestmöglich dabei zu unterstützen, ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben zu führen.

„Es waren sozialdemokratische Frauen, die an vorderster Front für das Recht der Frauen gekämpft haben, zu wählen und gewählt zu werden. Es waren sozialdemokratische Frauen, die die Fristenregelung durchgesetzt haben, die Gleichberechtigung von Mann und Frau im Familienrecht, das Gewaltschutzgesetz, und zahlreiche Verbesserungen für Frauen in der Arbeitswelt. Die Rahmenbedingungen für viele Frauen haben sich dadurch zum Positiven verändert“, erinnert Rendi-Wagner: „Aber wir dürfen nie zulassen, dass die Errungenschaften für die Frauen als selbstverständlich angesehen werden. Denn wenn wir nicht darauf achten, sie nicht weiterentwickeln und nicht immer wieder darum kämpfen, können sie schnell wieder weg sein.“

Familie und Beruf müssen vereinbar sein
Elvira Schmidt weist darauf hin, dass nur eine Stimme für die SPÖ auch eine Stimme für die Rechte und die politische Mitbestimmung von Frauen sei: „Wir setzen uns dafür ein, dass die Gehaltsschere sukzessive geschlossen wird, dass Familie und Beruf vereinbar werden - etwa durch den Ausbau von ganztägig kostenfreien Kinderbetreuungseinrichtungen. Denn nur wenn Frauen nicht in Teilzeitarbeit gedrängt werden, können wir auch Altersarmut verhindern. Und hier hat Politik die Verantwortung, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Familien die Wahlmöglichkeit haben.“
900 Jahre - so lange dauert es noch, bis Frauen und Männer weltweit gleichberechtigt sind, falls die Fortschritte im gleichen Tempo erfolgen wie bisher, haben Expertinnen festgestellt. „Frauen haben oft prekäre Beschäftigungsverhältnisse, bewältigen den überwiegenden Teil der Kinderbetreuung und pflegen oft Eltern oder Schwiegereltern - und müssen zusehen, dabei auch noch finanziell über die Runden zu kommen. Hier müssen wir ansetzen - denn das ist der Grund, warum die Einkommensschere weiterhin soweit auseinanderklafft“, sagt Schmidt: „Schwarz-Blau macht eine starke Stimme für Frauen in Politik und Gesellschaft notwendiger denn je!“

Verstaubte Rollenbilder überdenken
Laut Statistik Austria liegt der Unterschied zwischen den mittleren Bruttojahreseinkommen bei 38 Prozent, was auch im EU-Vergleich ein sehr schlechter Wert ist. Selbst, wenn man Teilzeitarbeit herausrechnet und mitbedenkt, dass Frauen in oft schlecht bezahlten Branchen arbeiten, macht der Unterschied noch zwischen 3,5 % und 11,2 % aus. „Um dem entgegenzuwirken, müssen wir neben den verstaubten Rollenbildern in der Gesellschaft auch verstaubte Arbeitsmodelle überdenken. In diesem Zusammenhang ist es notwendig, die Digitalisierung der Arbeitswelt als Chance zu begreifen“, erklärt Franz Schnabl: „Selbstbestimmung und Schutz vor Gewalt, Frauen in Entscheidungsfunktionen in Politik und Wirtschaft sowie gleicher Lohn für gleiche Arbeit und ein flächendeckendes Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen, die auch am Nachmittag kostenfrei sind - damit tatsächlich Wahlfreiheit darin besteht, wie Beruf und Familie organisiert werden.“ All das sind für ihn Themen, die dringend auf die Nationalrats-Agenda gehören würden: „Wir haben die Verantwortung, zeitgemäße Frauenpolitik von der Bundesregierung einzufordern und damit den politisch-gesellschaftlichen Druck für Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit von Männern und Frauen zu erhöhen.“
„Es wäre mir am liebsten, wenn wir uns nicht jedes Jahr am 8. März an diese Anliegen erinnern lassen müssten“, erklärt Schmidt. Sie und die SPÖ NÖ Frauen würden sich wünschen, diesen Tag mit einem Rückblick auf das Erreichte feiern zu können: „In einer gerechten, fairen Gesellschaft, in der alle dieselben Chancen und Möglichkeiten haben und diese nutzen können. In der alle Forderungen auf ein gleichwertiges Leben von Frauen und Männern erfüllt und selbstverständlich geworden sind!“

Am 8. März, dem Internationalen Frauentag, wird es in ganz Niederösterreich Aktionen und Informationsveranstaltungen der SPÖ NÖ Frauen geben, die den Zusammenhalt für Frauenrechte demonstrieren sollen. Die SPÖ NÖ Frauen wollen aufzeigen, welche Fortschritte bereits erzielt worden sind und wohin in Zukunft noch gesteuert werden muss.

2. Foto, v.l.n.r.: Birgit Wallner, Franz Schnabl, Gabi Heinisch-Hosek, Pam Rendi-Wagner, Elvira Schmidt und Ulli Königsberger-Ludwig

Babsi Zeitlhofer & Didi Rath

SPÖ Bezirk Amstetten


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