SA
28.10

Amstetten | 50 Jahre TheSaStA



Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Theatergruppe Sankt Stephan Amstetten fragte das Ensemble rund um Impresario Josef Maderthaner das treue Stammpublikum frei nach dem Motto „Sie wünsch(t)en wir spielen“. Und so kam es, dass heute gleich zwei Stücke Premiere feierten:

Frühere Verhältnisse von Johann Nestroy
„So gibt’s viele guade Menschen, aber grundschlechte Leut“, so der Grundgedanke der Handlung. Jede/r hat Vergangenheit und gibt vor jemand anderes, in der Gesellschaft höhergestellt, zu sein. Dass dies zu Komplikationen führt ist genauso fix, wie das 1 und 1 zwei ist. Diese Posse glänzt durch die Sprache und so manches Wortspiel. Glänzen tut aber auch das spielfreudige Quartett: Benedikt Hirner als Holzhändler Herr von Scheitermann, Christine Hiebl als seine Frau, Josef Maderthaner als Hausknecht Anton Muffl und Martina Kies als Köchin Peppi Amsel. Bei den Couplets werden sie von Christa Gstettenhofer am Klavier begleitet.

Weizen auf der Autobahn von Felix Mitterer
In dieser tragikomischen Groteske brilliert Josef Maderthaner als alter Bauer, dessen Gründe der Autobahn weichen mussten und wo dank Schwiegersohn und Tochter aus seinem alten Hof ein Hotel wurde. Weil er dabei den Verlust seines Lebenswerkes nicht verkraftet und sich gegen die ökologische Rücksichtslosigkeit zur Wehr setzt, wird er entmündigt und auf Druck des Schwiegersohns in eine Nervenheilanstalt abgeschoben. Seine Tochter kann mit seinem seelischen Leid nicht umgehen und tut dies als geistige Krankheit ab. Die Tochter wird von Christine Hiebl gespielt.

Weiterst am Spielplan steht die Parodie „Kaiser Joseph und die Bahnwärterstochter“ von Herzmanovsky-Orlando. Verschiedene Aufführungen im Pfarrsaal St. Stephan  bis 26. November 2017.

Didi Rath

Theatergruppe TheSaStA


Kirchenstraße 16,
3300 Amstetten