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30.01

Ardagger Stift | Vision 2030: Mobilität der Zukunft und Lösungsbeispiele für die Region



Peter Brandstetter, Verantwortlicher des Projekts Vision 2030 der LEADER Region Tourismusverein Moststraße, lud diesmal die Arbeitsgruppe Mobilität und Verkehr sowie Interessierte zum Mindsetting ins MostBirnHaus ein.

Nach der Vorstellung des Projekts Vision 2030 im Allgemeinen ging es in medias res und verschiedene Fachexperten erörterten zuerst die einzelnen Problemstellungen, boten aber gleichzeitig auch Lösungsvorschläge an.

Günther Sterlike vom Quartier A, einem Projekt der ÖBB Immobilienmanagement GmbH, sprach über den Verkehrsknotenpunkt Amstetten, das Parken und etwaige Mobilitätslösungen wie z.B. P&R-Plätze in den Umlandgemeinden, die Förderung von Fahrgemeinschaften, zentrale Parkplätze am Stadtrand mit Öffi-Shuttles ins Zentrum und stellte dabei auch die Frage in den Raum, ob die Bewirtschaftung die Lösung für das Parkraumproblem sein kann. Zuletzt regte er auch an, dass Testimonials als Botschafter eines neuen Mobilitätsverständnisses fungieren könnten.

Doris Hahn, von ISTmobil, präsentierte eine bedarfs- und nachfrageorientierte Mobilitätslösung als Erweiterung zum bestehenden Öffentlichen Verkehr abseits vom eigenen Auto für alle. Via Web, App und für Ältere sogar übers Telefon ist die Fahrt nur einen Knopfdruck bzw. einen Anruf entfernt. Am Beispiel der ISTmobil Region im Bezirk Korneuburg schilderte sie die Funktionsweise, erläuterte die Sammelhaltepunkte und das Tarifsystem, welches gerade im ländlichen Raum viele Vorteile bringen kann, da bereits vorhandene regionale Verkehrsunternehmen in einem gemeinsamen System vernetzt werden.

Stefan Arbeithuber, von MO.Point sprach über Quartiersentwicklungen und die passenden Fahrzeuge für jeden Einsatz dazu. Entsprechend dem Slogan „Wo Mobilität zuhause ist“ schilderte er das Projekt und die Zusammenarbeit mit Kommunen und Bauträgern. An sogenannten Mobility Points können u.a. E-Bikes, E-Lastenräder oder Elektroautos kostengünstig gemietet werden. Wenn der rechtliche Rahmen passt und die Wohnbau-Förderrichtlinien es zulassen, kann dieses Parkraummanagement bestenfalls zu Ausnahmen im Stellplatzregulativ führen. Details dazu erläuterte er anhand des Beispiels der Sonnengartensiedlung Limberg in Zell am See. Zuletzt hielt er jedoch fest, dass Sharing nur dann Sinn macht, wenn es anlassbezogen und punktuell ist.

Zum Abschluss diskutieren die TeilnehmerInnen, politisch Verantwortliche und Mobilitätsbeauftragte in den einzelnen Gemeinden ebenso wie interessierte BürgerInnen aus der Region, angeregt über die Zukunft der Mobilität, des Verkehrs und des Wohnbaus.

Weitere Infos zum Projekt gibt's hier bzw. hier im Facebook.

1. Foto, v.l.n.r.: Bgm. DI Johannes Pressl, Bgm. Ursula Puchebner, Peter Brandstetter, Doris Hahn, Mag. Stefan Arbeithuber und Günther Sterlike

Didi Rath
 

Moststraße - Mostviertel


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