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05.10

Blindenmarkt | Herbsttage - Die Rose von Stambul



Heuer steht Leo Falls Meisterwerk „Die Rose von Stambul“ auf dem Spielplan der Herbsttage Blindenmarkt. Mit seinen Balletteinlagen und den Ohrwürmern „O Rose von Stambul, nur du allein, sollst meine Scherezade sein“ oder „Ein Walzer muss es sein“ bezaubert das spielfreudige Ensemble auch in der 29. Saison die Gäste.

In punkto Qualität bewies das Leading Team einmal mehr Kontinuität: Intendant Michael Garschall, Regisseurin Isabella Gregor, der musikalische Leiter des Kammerorchesters Ybbsfeld Kurt Dlouhy, der Chor und das Ballett der Herbsttage und Choreografin Monica I. Rusu-Radman sowie die Verantwortlichen für Ausstattung und Kostüme Dietmar Solt, für Maske Andrea Olek und für das Licht Klaus-Dieter Vogl.

Die Handlung (lt. Wikipedia)

Achmed Bey (Iurie Ciobanu) ist ein aufgeklärter junger Türke und sehr westlich gesinnt. Sein Kopf ist voller Pläne, wie man die türkische Gesellschaftsordnung reformieren könnte. Weil jedoch sein Vater ein angesehener Staatsminister ist, wagt er es nicht, seine Ideen unter seinem richtigen Namen zu veröffentlichen. Dank seiner literarischen Begabung und guter Kenntnisse der französischen Sprache kommt ihm der Gedanke, einen spannenden Roman zu schreiben und darin seine Gedanken auszubreiten. Als Autor verwendet er das Pseudonym „André Léry“. Das Buch entwickelt sich rasch zu einem Bestseller, der vor allem bei modern eingestellten Türkinnen großen Anklang findet.

Kamek Pascha (Claus J. Frankl) ist einer der angesehensten Türken und noch tief in der osmanischen Familientradition verwurzelt. Ganz anders seine Tochter Kondja Gül (Andreja Zidaric). Bei ihr fallen André Lérys fast schon revolutionäre Ideen auf fruchtbaren Boden. Zwischen den beiden entspinnt sich ein umfangreicher Schriftverkehr, bei dem sie sich gegenseitig immer mehr schätzen lernen.

Kondja Gül war noch im Kindesalter, als sie von ihrem Vater dazu ausersehen wurde, einmal Achmed Beys Frau zu werden. Nun, da sie jetzt im heiratsfähigen Alter ist, soll bald die Hochzeit stattfinden. Darüber ist Kondja tief traurig; aber sie weiß, dass es zwecklos ist, gegen diese Tradition aufzubegehren. Es ist ihr auch verwehrt, ihren späteren Ehemann schon vor der Hochzeit zu sehen. Selbst bei der Verlobung darf sich das Paar nur hinter einem Wandschirm unterhalten. Achmed weiß, wer seine Braut ist. Er ist auch aufrichtig in sie verliebt, doch verschweigt er ihr, gleichzeitig auch „André Léry“ zu sein.

Die Hochzeitsnacht wartet mit einem Skandal auf: Kondja Gül gesteht ihrem Gatten, dass sie ihn nur wegen der Familientradition geheiratet habe. Sie empfinde aber nichts für ihn. Ihre wahre Liebe gehöre dem französischen Schriftsteller André Léry. Als ihr Achmed gesteht, selbst jener Autor zu sein, glaubt sie ihm kein Wort.

Tags darauf bricht Kondja Gül in die Schweiz auf, nachdem sie in der Hochzeitsnacht von ihrem Mann gehört hat, dass sich André Léry dort gerade aufhalten solle. Als sie sich an der Hotelrezeption nach dem Schriftsteller erkundigt, muss sie erfahren, dass man ein Ehepaar Léry erwarte. Diese Kunde bricht ihr fast das Herz. Kaum angekommen, will sie auch gleich wieder abreisen. Plötzlich sieht sie ihren Ehemann Achmed auf sich zukommen. Jetzt fällt es ihr wie Schuppen von den Augen: Ihr Ehemann und der französische Dichter sind ein und dieselbe Person.

In weiteren Rollen zu sehen sind: Verena te Best, Roman Martin, Marcus Ganser, Susanna Hirschler, Lena Stöckelle, Anja Mitermüller, Christiana Bruckner, Heinz Müller und Lorenz Bodner.

Gespielt wird noch bis 28. Oktober. Weitere Infos unter www.herbsttage.at. Nächstes Jahr steht zum 30-jährigen Jubiläum "Die Fledermaus" von Johann Strauss am Programm!

Danke an Roland Schuller von Eye-Open für die Bühnenfotos.
Babsi Zeitlhofer

Oberbank Amstetten


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