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09.09

Amstetten | Gründungsfeier der Betriebsfeuerwehr im Landesklinikum Amstetten



Eine eigene freiwillige Betriebsfeuerwehr in einem Krankenhaus ist etwas Besonderes. Denn hier geht es nicht nur darum, Gebäude, Technik und Sachwerte zu schützen, sondern vor allem um Menschen, die sich im Ernstfall oft nicht selbst in Sicherheit bringen können.

Ein Krankenhaus kann nicht einfach evakuiert werden. PatientInnen auf Intensivstationen, im Operationssaal oder mit eingeschränkter Mobilität benötigen besondere Unterstützung. Eine Betriebsfeuerwehr muss deshalb nicht nur Brände bekämpfen, sondern auch wissen, wie Menschen bei laufender medizinischer Versorgung sicher gerettet oder innerhalb des Hauses verlegt werden können.

Die Einsatzkräfte kennen das Haus von innen. Sie sind mit den Stationen, Fluchtwegen, technischen Anlagen und besonderen Gefahren vertraut. Dazu gehören etwa medizinische Gase, Sauerstoffversorgung, sensible Geräte und komplexe Gebäudetechnik. Dieses Wissen kann im Ernstfall entscheidende Minuten sparen.

Mathias Dammelhart, Technischer Leiter der Betriebsfeuerwehr im Landesklinikum Amstetten und Stellvertreter des Leiters Dominik Golser, bedankt sich bei seinen 30 KollegInnen, die nun gemeinsam Verantwortung für das Haus übernehmen und für den Ernstfall geschult wurden. Nebst ihren normalen dienstlichen Pflichten gewährleisten sie eine 24-Stunden Einsatzbereitschaft, also vier Personen sind rund um die Uhr im Schichtbetrieb im Einsatz. Ein großer Dank gilt auch den Verantwortlichen in der Landesgesundheitsagentur sowie jenen in der Landesregierung, die maßgeblich am Zustandekommen und der Finanzierung der Ausrüstung beteiligt waren.

Freiwilligkeit trifft auf außergewöhnliche Verantwortung. Wenn MitarbeiterInnen zusätzlich zu ihrem eigentlichen Beruf eine Feuerwehrausbildung absolvieren und Einsatzbereitschaft übernehmen, ist das ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Verantwortungsbewusstsein. Sie schützen nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern auch jene Menschen, die dem Krankenhaus ihre Gesundheit und ihr Leben anvertrauen.

Eine gut ausgebildete Betriebsfeuerwehr trägt dazu bei, Gefahren frühzeitig zu erkennen, Schäden zu begrenzen und die Versorgung der PatientInnen aufrechtzuerhalten. Somit ist die Verbindung von medizinischer Kompetenz, technischer Sicherheit, freiwilligem Engagement und gelebter Menschlichkeit wahrlich etwas ganz Besonderes. Eine solche Feuerwehr ist weit mehr als eine betriebliche Sicherheitseinrichtung - sie ist ein zusätzliches Sicherheitsnetz für ein ganzes Krankenhaus.

Landtagsabgeordneter Lukas Michlmayr bringt es auf den Punkt: „Wenn Menschen, die täglich für die Gesundheit anderer sorgen, zusätzlich bereit sind, im Ernstfall für deren Sicherheit einzustehen, wird aus betrieblichem Brandschutz ein besonderes Zeichen gelebter Verantwortung.“ Bürgermeister Christian Haberhauer schlägt in dieselbe Kerbe und lobt das freiwillige Engagement der nunmehr 31 Florianis im Spital. Darüber hinaus schätzt er sich überglücklich, dass nun nebst der Feuerwehr Stadt Amstetten, Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth, Preinsbach, Greinsfurth, Boxhofen, Landesklinikum Mauer und den Betriebsfeuerwehren bei mondi und Wieland eine weitere Betriebsfeuerwehr für die Sicherheit der Menschen sorgen wird. NÖ Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner gratuliert den Verantwortlichen zu diesem ersten Schritt und ist zuversichtlich, dass im nächsten Jahr der bauliche und technische Brandmeldevollschutz abgeschlossen wird. Und auch der Kaufmännische Direktor Gernot Artmüller ist voll des Lobes und des Dankes, geht doch letztendlich der lang ersehnte Wunsch nach mehr Sicherheit nun in Erfüllung - immerhin arbeiten im Landesklinikum Amstetten rund 1.300 Menschen und mit 370 Betten kommen noch einige PatientInnen plus BesucherInnen dazu. Feuerwehrkurat Peter Bösendorfer segnete die Menschen, die hinter all dem Stehen und wies darauf hin, dass man bei allem Tun immer den Menschen im Blick haben soll und die Menschen miteinander und nicht übereinander reden sollen.

1. Foto, v.l.: Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber, Polizeiinspektionskommandant Oliver Zechmeister, Abschnittsfeuerwehrkommandant Stefan Schaub, Rotkreuz Bezirksstellenleiter Stv. Michael Bach, Rotkreuz Bezirksstellengeschäftsführer Herbert Haselsteiner, Ärztlicher Direktor Prim. Gerhard Kriener, Betriebsfeuerwehr Stv. Mathias Dammelhart, Landesgesundheitsagentur NÖ Geschäftsführer Mostviertel Martin Kaiser, LAbg. Bgm. Michael Michlmayr, Kaufmännischer Direktor Gernot Artmüller, Bürgermeister Christian Haberhauer, GR Claudia Weinbrenner u. Bezirkshauptfrau Stv. Serge Preslmaier. 

Didi Rath

Published: 09.09.2026 - 18.30