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10.07

Waidhofen an der Ybbs | Premiere - Das Gespenst von Canterville



Bei den Schlosshofspielen im bezaubernden Rothschildschloss spielt die Waidhofner Volksbühne heuer die gruselige Komödie "Das Gespenst von Canterville".

Die Waidhofner Volksbühne hat mit dem Klassiker von Oscar Wilde in einer Version von Susanne Felicitas Wolf und in der Bearbeitung von Regisseurin Uschi Nocchieri ein Stück gefunden, dass gruselig, spannend, witzig und romantisch zugleich ist. Darüber hinaus ist es unterhaltsam für die ganze Familie, und die Kinder können ja in den Ferien einmal länger aufbleiben (in Anlehnung an den Herrn Bundespräsidenten, der Eltern dazu animierte, fußballbegeisterten Kindern das Sehen des WM-Spiels Österreichs zu erlauben).

Eine überdrehte amerikanische Familie mit respektlosen Zwillingen und einer neugierigen Tochter samt Nanny, eine Schlossbesitzerin, eine französische Köchin, eine steife englische Haushälterin mit zwei Dienern, ein tollpatschiger englischer Herzog, ein rüstiger Ritter und ein spukiges Gespenst sind die kuriosen Figuren, um die herum sich alles abspielt. Der gestresste Disney-Manager Hiram B. Otis (Thomas Krall) will für seine Familie (Frau: Astrid Tanzer, Tochter: Julia Bader, Söhne: Laurin Hofer und Samuel Tanzer) inkl. Nanny Virginia (Amelie Zamarin) ein englisches Schloss von Lady Canterville (Martina Schuster-Krall) kaufen, da er in England eine Disneyworld aufbauen soll. Trotz aller Warnungen, dass es im Schloss spukt und ein schauderhaftes Gespenst herum geistert, kauft er die Immobilie. Trotz aller Bemühungen des Gespenst Sir Simon Canterville (Otmar Pils) lässt sich die schräge Familie nicht einschüchtern. Auch die Tipps seines getreuen Gefolgsmanns Humphrey (Hanno Frangenberg) führen nicht zum Ziel, dass die amerikanischen „Besatzer“ ausziehen und abreisen. Erst im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, dass Sir Simon verflucht ist und nur eine um und für ihn weinende Frau diesen Fluch beenden und ihn erlösen kann. Doch die bezaubernde Nanny, die sich selbst in den schusseligen Herzog verliebt, schafft es, dass am Ende alles gut ausgeht.

Uschi Nocchieri fordert und fördert einmal mehr ihr Ensemble, spielt mit ländertypischen Klischees und überzeichnet die Figuren auf witzige Art. Bei allen DarstellerInnen spürt man die Leidenschaft für das Theaterspielen und selbst die jungen SchülerInnen des Kunstfachs Schauspiel der Musik- und Kunstschule Waidhofen/Ybbstal stehen ihren großen Vorbildern um nichts nach. Wenngleich jede/r Einzelne in seiner/ihrer Rolle aufgeht, so stechen doch Otmar Pils als liebenswürdiges Gespenst und Amelie Zamarin als engagierte „Erlöserin“ heraus. Wesentlich am Gesamterfolg des Stücks tragen nebst dem passenden Ambiente des Rothschildschlosses auch das originelle Bühnenbild sowie das neue Lichtdesign bei.

Gespielt wird noch bis zum 1. August 2026 jeweils um 20 Uhr. Karten gibt’s im Bürgerservice sowie bei oeticket.com. Die beliebten Gourmet-Logen Tickets der Schlosswirtin können telefonisch unter +43744253657 bestellt werden.

Didi Rath

Published: 10.07.2026 - 22.30

Waidhofner Volksbühne


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3340 Waidhofen/Ybbs