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01.08

Amstetten-Winklarn-Mailand | Eisstockschießen wird olympisch


2015 legte Amstetten-Winklarn mit der Austragung der Jugendeuropameisterschaft im Eisstockschießen den Grundstein zur Begeisterung für diese Sportart, welche dann 2018 als Gastgeber der Weltmeisterschaften seine Krönung fand. Die seinerzeitigen Verantwortlichen - allen voran der nunmehrige Präsident des NÖ Verbandes Alfred Weichinger und der nunmehrige Bürgermeister Christian Haberhauer - konnten die Delegation des IOC bereits damals überzeugen - nun wurde es ein Traum wahr und diese beliebte Sportart wird olympisch.


Es steht fest - bei den olympischen Winterspielen 2026 in Mailand wird es für die Eisstockschützen Medaillen zu holen geben. Nach bisherigen Erfolgen bei EM und WM will Österreich nun auch bei den olympischen Spielen Gold holen. Mit dabei sein wollen auch die Topathleten aus Amstetten - und das zurecht. Einige unserer lokalen Sportler haben ihr Können bereits mehrmals bei EM und WM unter Beweis gestellt.

2015 begann in Amstetten der Hype um das Eisstockschießen mit der Jugendeuropameisterschaft in Amstetten und Winklarn. Damit nicht genug, wagte man sich 2018 als Gastgeber an die Weltmeisterschaften - und das mit vollem Erfolg. Die Mannschaft der Damen holte sich direkt den ersten Platz und im Weitenwettbewerb konnten sich der Österreicher Bernhard Patschg behaupten und auch die Mannschaftswertung der Herren gewonnen werden. Im Zielbewerb setzten sich die Steirerin Simone Steiner bei den Damen und der Thomas Fuchs bei den Herren durch. Mit diesen Topleistungen darf man sich für Olympia durchaus Gold für Österreich erhoffen. Besonders erfreulich sind auch die herausragenden Leistungen der lokalen Athleten aus dem Mostviertel. Lokalmatador Markus Weichinger war mit vorne dabei und für die olympischen Spiele setzt Landespräsident Alfred Weichinger auf weitere Erfolge: „Mit Athleten wie Patrick Solböck, Markus Weichinger oder Christian Hobel haben wir bereits Weltmeister gestellt. Für mich ist Österreich ganz klar mit an der Spitze im internationalen Wettbewerb und wir setzen an uns hohe Erwartungen. Mit weniger als Gold wollen wir uns nicht zufriedengeben.“

Mit dem Einzug in das olympische Dorf öffnen sich für den Sport nun auch völlig neue Türen. Bisher stand man vor der Herausforderung eines professionellen Auftritts nach außen und auch der fehlenden Betreuung der Sportler. Die Profis waren auf eigenständiges Training angewiesen und auch die Sponsorensuche gestaltete sich schwierig. Eine Verbesserung kam hier mit der erfolgreichen und professionellen Durchführung der WM 2018. Mit Olympia 2026 nun der nächste Schritt folgen. Für Bürgermeister Christian Haberhauer steht fest, dass der Sport nach der WM 2018 mit dem Einzug in das olympische Dorf erneut eine enorme Aufwertung erfahren wird: „Ich freue mich, dass wir in Amstetten mit der WM 2018 zu der Aufwertung des Sportes maßgeblich beitragen konnten. Durch die professionelle Durchführung der Veranstaltung konnte man das olympische Komitee für sich gewinnen. Besonders freut mich die Aussicht, dass AmstettnerInnen möglicherweise Olympiasieger werden könnten - und anhand der bisherigen Leistungen wissen wir ja, dass dieses Ziel für unsere Athleten nicht nur realistisch, sondern sogar zu erwarten ist. Auch bei der Erstellung der neuen Sportstrategie der Stadt Amstetten wird der Sport berücksichtigt und eine zentrale Rolle einnehmen.“  

Mit Olympia wird es auch notwendig sein, eine professionelle Betreuung der Athleten zu garantieren. Wie bei anderen Profisportarten werden entsprechende Trainer, Physiotherapeuten und co. benötigt. Für Alfred Weichinger steht fest, dass es hier einiges am Handlungsbedarf gibt. So will man Sponsoren für die Eisstocksportler gewinnen und auch professionelle Trainingsbedingungen schaffen. Für den Landespräsidenten des niederösterreichischen Eisstocksportverbandes wäre ein Bundesleistungszentrum in St. Pölten eine Vision. Da hier auch Sportschulen miteingebunden werden könnten, wäre damit eine Option gegeben den Profisport und seine Nachwuchstalente aktiv zu fördern. Dafür bedarf es laut Alfred Weichinger aber vorab einiger Grundvoraussetzungen wie professioneller Trainer. Für ihn und Bürgermeister Christian Haberhauer sollen nun Gespräche mit Landesrat Danninger folgen, in welchen man eine Strategie entwickeln möchte, wie man Amstetten und das Land Niederösterreich im Bereich des Eisstocksportes mit einer führenden Rolle positionieren kann.

Foto (c) Stadtgemeinde Amstetten, Bürgermeister Christian Haberhauer u. Präsident Alfred Weichinger
 

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