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St. Georgen am Ybbsfelde | RT48 & Haberhauer Dachzentrum helfen Bedürftiger


Mit einer Spende in Höhe von € 3.000,- an den Round Table 48 Amstetten unterstützt die Haberhauer Spengler GmbH aus Mauer die Familie Gallhuber aus St. Georgen am Ybbsfelde, deren Tochter Magdi seit einem Verkehrsunfall vor 4 Jahren schwer behindert ist.


„Wer etwas Gutes tun und gleichzeitig sichergehen möchte, dass die Unterstützung Wirkung entfaltet, ist bei den Round Tablern in Amstetten absolut richtig“, weiß Paul Haberhauer. „Der Round Table in Amstetten unterstützt Jahr für Jahr zahlreiche großartige Projekte und begleitet Schicksalsschläge, wie beispielsweise jenes von Magdi Gallhuber. Für mich als Unternehmer ist es wichtig, neben meiner operativen Tätigkeit im Unternehmen, auch gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und dort zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird.“

Thomas Heiligenbrunner, aktueller Präsident vom Round Table Amstetten: „Wir danken der Haberhauer Spengler GmbH vielmals für diese großzügige Spende. Damit können wir einen wichtigen Beitrag für die Familie Gallhuber leisten. Für den barrierefreien Zubau ist die Familie weiterhin für jegliche Unterstützung sehr dankbar, ob in Form einer finanziellen Spende, mit Hilfestellung bei Dienstleistungen am Bau, oder durch vergünstigte Baumaterialien.“

Die bewegende Geschichte von Magdalena Gallhuber, erzählt von ihren Eltern
„Unsere Tochter Magdalena aus St. Georgen am Ybbsfelde war ein gesundes und lebensfrohes junges Mädchen. Sie besuchte die 3 Klasse HLW in Haag, hatte viele Freunde und war gerne unterwegs. „Magdi“, wie sie alle nennen, war Mitglied in der örtlichen Jugendorganisation, kellnerte am Wochenende im Gasthaus und half auch bei den Zeltfesten der Freiwilligen Feuerwehr immer gerne mit. Sie freute sich auf ihr 3-monatiges Praktikum am Klopeinersee und hatte große Pläne für ihr weiteres Leben.

Am 15. Juni 2016 hatte sie einen schweren Verkehrsunfall. Sie erlitt als Radfahrerin bei einer Kollision mit einem PKW ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und zahlreiche Knochenbrüche. In der Folge hatte sie auf der Intensivstation noch zwei Schlaganfälle. Seither ist unsere Tochter Magdalena (heute 21 Jahre) sehr schwer beeinträchtigt. Lange Zeit war Magdalena im Wachkoma, konnte nichts bewegen, nicht sprechen, nicht essen und trinken und sich in keiner Weise verständigen. Dank zahlreicher Therapien, Reha- und Krankenhausaufenthalte, dem starken Willen unserer Tochter und der unerschütterlichen Hoffnung von uns Eltern hat sich ihr Zustand bis heute, vier Jahre nach dem Unfall, deutlich gebessert.

Magdalena kann heute ihren elektrobetriebenen Rollstuhl mit der rechten Hand bedienen, am Computer mit verschiedenen Programmen arbeiten und mit ihrem Handy Whatsapp-Nachrichten an ihre Freundinnen schreiben. Sie kann (undeutlich) sprechen, essen und trinken und mit Hilfe das WC benutzen. Von Montag bis Freitag besucht sie die Tagesbetreuung Assist in Amstetten, wo besonders ihre kognitiven Fähigkeiten gefördert werden. Obwohl sich ihr Zustand seit dem Unfall deutlich gebessert hat, braucht Magdalena rund um die Uhr Betreuung und Unterstützung. Von 2017 bis 2019 wohnte Magdalena im Hilde-Umdasch-Haus in Amstetten, da eine Betreuung zu Hause durch eine Person nicht möglich war. Es war aber immer unser größter Wunsch, wieder als Familie zusammen leben zu können.

Magdalenas Mutter hat seit dem Unfall ihren Job aufgegeben und widmet sich seither der Betreuung und Rehabilitation ihrer Tochter. Sie hat sie auf allen Stationen begleitet, mit ihr ein halbes Jahr in Salzburg verbracht und war auch im Hilde-Umdasch-Haus tagsüber immer bei ihr. Aufgrund der guten Fortschritte konnte Magdalena im September 2019 wieder zu Hause einziehen, wo sie provisorisch im Wohnzimmer Quartier bezogen hat. Ihr Jugendzimmer im ersten Stock und das Badezimmer im Untergeschoss sind für sie jedoch unerreichbar. Zum Duschen nutzen wir zweimal pro Woche eine externe Gelegenheit.

Unser bestehendes Zweifamilienhaus, das wir gemeinsam mit Magdalenas Großeltern bewohnen, ist für einen Bewohner mit Rollstuhl denkbar ungeeignet. Durch die Hanglage haben wir viele Stufen, durch den oftmaligen Um- und Zubau des Gebäudes aus den 50er Jahren, viele enge Verkehrswege.  Um einen barrierefreien Zubau für unsere Tochter errichten zu können, haben wir Eltern daher das Nachbargrundstück gekauft. Dort soll genügend Platz sein, um sich mit einem Rollstuhl selbstständig fortzubewegen und auch sämtliche Therapiegeräte optimal nutzen zu können. Unsere Tochter soll ein barrierefreies Badezimmer bekommen, aber auch eine Küche, die für Rollstuhlfahrer geeignet ist, da Magdalena schon immer sehr gerne und gut gekocht hat. Neben einem Schlafzimmer für Magdalena wird ein weiteres Zimmer für eine Betreuungsperson eingeplant.

Wir wollen unserer Tochter trotz ihres schweren Schicksals eine bestmögliche Zukunft bieten, eingebettet in ein funktionierendes Dorfleben mit vielen sozialen Kontakten. Wir wollen ihre Weiterentwicklung und ihre Selbstständigkeit optimal fördern und sind überzeugt, dass Magdi auch weiterhin viele Fortschritte machen wird. Für uns Eltern ist dieses Bauprojekt, neben unserer besonderen Situation, die wir täglich meistern, eine sehr große finanzielle und organisatorische Belastung. Wir sind daher für jegliche Unterstützung sehr dankbar! Neben einer direkten finanziellen Spende, sind auch Hilfestellungen bei Dienstleistungen am Bau oder vergünstigte Baumaterialien willkommen.“

Spendenkonto
Familie Gallhuber
IBAN AT49 2020 2015 1003 7888
Kontakt: Margit Gallhuber (margitgallhuber@gmx.at)

Foto (c) RT48 Amstetten, v.l.n.r.: Michael Sengstbratl (Vizepräsident RT48 Amstetten), Ing. Paul Haberhauer, Thomas Heiligenbrunner (Präsident) u. Markus Wurzer (Marketing & PR)