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Souveräner Auftaktsieg: Grabher lässt Perelygina keine Chance
Bereits in der ersten Runde kam es bei den LADIES OPEN Amstetten zum rein österreichischen Duell zwischen Julia Grabher und Wildcard-Spielerin Ekaterina Perelygina. Die beiden standen sich bereits in der vergangenen Woche beim WTA-Turnier in Kitzbühel gegenüber. Damals lag Perelygina im ersten Satz lange in Führung, ehe Grabher die Partie noch drehte und sich mit 7:5, 6:3 durchsetzte.
Auch in Amstetten erwischte Grabher den deutlich besseren Start. Nach ersten Breakchancen auf beiden Seiten gelang ihr im vierten Game das Break zum 3:1. Mit ihrer druckvollen Vorhand und viel Topspin dominierte sie die Ballwechsel und drängte Perelygina immer wieder weit hinter die Grundlinie. Das zweite Break zum 5:1 holte sich Grabher sogar zu null, ehe sie den ersten Satz souverän mit 6:1 abschloss.
Auch im zweiten Durchgang ließ die Vorarlbergerin nichts mehr anbrennen. Sie sicherte sich sofort das Break, bestätigte dieses umgehend und kontrollierte die Partie weiterhin nach Belieben. Grabher blieb auch bei einer kritischen Einstand-Situation zum 3:0 konzentriert und ließ ihrer Gegnerin keine Chance mehr. Den Matchball verwandelte sie schließlich sehenswert mit einem Stoppball zum 6:1, 6:0-Erfolg.
Perelygina zeigte sich nach dem Match sichtbar enttäuscht: „Ich bin nicht gut in die Partie reingekommen. Julia hat sehr gut gespielt und mich sofort unter Druck gesetzt und ich habe es nicht geschafft, aus der Defensive rauszukommen. Letzte Woche habe ich aggressiver gespielt und den Punkt diktiert. Heute ist mir das nicht gelungen, sondern ich war eher diejenige, die laufen musste.“
Grabher meinte Nach dem Match: „Ich kann sehr zufrieden mit meiner Leistung sein. Ich habe sehr gut gestartet, das ist nie leicht bei einem neuen Turnier, weil man sich erstmal an den neuen Platz und die neuen Bälle gewöhnen muss. Aber ich habe das heute sehr gut gemacht. Ich komme natürlich mit Selbstvertrauen, das hatte ich letzte Woche noch nicht. Ich habe mich in den Ballwechseln sehr gut gefühlt und versucht, mein Spiel durchzubringen. Mein Ziel war es, viel Druck auf die Gegnerin auszuüben und meinen Topspin einzusetzen. Damit habe ich ihr heute sehr weh getan.“
Wobker sorgt für das Comeback des Tages
Deutschlands größtes Tennistalent Ida Wobker hat bei ihrem ersten Hauptbewerb der LADIES OPEN Amstetten eine beeindruckende Aufholjagd hingelegt. Die erst 15-Jährige drehte gegen die israelische Nummer 1 Lina Glushko einen 0:4-Rückstand und zog mit einem 7:5, 6:1-Erfolg ins Achtelfinale ein.
Zu Beginn der Partie war Wobker die Nervosität bei ihrem ersten Antritt bei einem 100.000 Dollar-Turnier deutlich anzumerken. Glushko nutzte die vielen Aufschlagfehler der Deutschen konsequent aus und zog rasch auf 4:0 davon. Beim Stand von 0:4 reagierte Wobkers Mentorin Barbara Rittner. Sie riet der 15-Jährigen auf ein härteres Racket zu wechseln. Die Umstellung zeigte sofort Wirkung: Wobker gelang das Break zum 1:4, sie spielte zunehmend mutiger, setzte ihre Schläge druckvoller ein und gewann immer mehr Vertrauen in ihr Spiel.
Mit drei Spielgewinnen in Folge kämpfte sie sich zurück. Immer wieder erinnerte Rittner sie von der Seitenlinie: „Bleib mutig!“ Wobker glich aus, servierte zwar zunächst beim Stand von 5:4 vergeblich zum Satzgewinn, ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Mit einem starken Longline-Winner holte sie sich ein weiteres Break und nutzte ihre zweite Chance zum 7:5.
Den Schwung nahm Wobker mit in den zweiten Satz. Sie schaffte sofort das Break und bestimmte die Partie nun mit ihren druckvollen Grundschlägen. Die routinierte 26-jährige israelische Billie-Jean King-Cup-Spielerin fand kaum noch Antworten auf das Tempo der Deutschen.
Nach zwei weiteren souveränen Breaks verwandelte Wobker ihren ersten Matchball zum 7:5, 6:1-Erfolg.
Mit ihrer beeindruckenden Aufholjagd und ihrem mutigen Offensivspiel unterstrich die 15-Jährige einmal mehr, warum sie als eines der größten Talente im deutschen Tennis gilt.
Nach dem Match zeigte sich Wobker erleichtert: „Ich hatte einen holprigen Start, vor allem wegen meiner Nervosität. Es war mein erstes W100-Turnier und die erste Runde ist ohnehin immer schwierig. Beim Stand von 0:4 habe ich nach Tipps von außen versucht, ein paar Dinge zu verändern. Ab da es dann richtig gut funktioniert.“ Beim Siegerinneninterview am Center Court bedankte sich Wobker ganz besonders bei den Turnierdirektoren Thorsten Liebich und Thomas Dappers für die Chance mit einer Wildcard in Amstetten anzutreten.
Weitere Infos unter www.ladiesopen-amstetten.at.
Fotos © samuelmatteo
