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Amstetten | Fazit und Ausblick der Wirtschaft im Bezirk


Bei einem Pressegespräch in der Bezirksstelle Amstetten der Wirtschaftskammer Niederösterreich analysierten Bezirksstellenobmann KR Gottfried Pilz und Bezirksstellenleiter Mag. Andreas Geierlehner die Wirtschaft und Leistungen der Kammer im Bezirk.

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Andreas Geierlehner präsentierte einige spannende Indikatoren für die Wirtschaftslage im Bezirk Amstetten, wie u.a. Anzahl der Unternehmungen, Branchenverteilung, Neugründungen, oder Insolvenzstatistiken sowie die allgemeine Stimmungslage. Von den rund 9.000 Mitgliedern im Bezirk sind 8.121 Unternehmungen aktiv, Neugründungen gab es 553 und Insolvenzen (Konkurse, Sanierungen, Schuldenregulierungen, etc.) 75. Hervorzuheben ist im Bezirk Amstetten ein vielfältiger Branchenmix mit Fokus auf verarbeitende Industrie, Handel und Gewerbe. Die größte Gruppe im Gewerbe und Handwerk sind Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure, wenngleich auch die Branchen Bau, Tischler, Metalltechnik, Sanitärtechnik, Fahrzeugtechnik und Friseur stark vertreten sind. Laut dem Wirtschaftsbarometer im Winter 2025 in ganz Niederösterreich beeinträchtigen vor allem die hohen Arbeitskosten und die überbordende Bürokratie die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. 

Fazit & Ausblick

Die wirtschaftliche Entwicklung des Wirtschaftsraumes ist ein langjähriger Trend, der immer noch nach oben zeigt. Für das Jahr 2026 gibt es daher einen zuversichtlichen Blick einer stetigen positiven Weiterentwicklung. Die regionale Infrastruktur ist gut aufgestellt, der Branchenmix ist krisenresilient und federt etwaige Einbrüche ab. Die regionale Wirtschaft ist stark innovationsgetrieben und exportorientiert. Eine niedrige Arbeitslosenquote zeigt einen stabilen Arbeitsmarkt und die Nachfrage bei offenen Stellen und Lehrstellen ist vorhanden. Ein überdurchschnittliches Medianeinkommen sowie eine starke Kaufkraft mit geringen Kaufkraftabflüssen sprechen ebenfalls für den Bezirk. 

Die Förderungs- und Rechtsberatung sowie die Vertretung und Begleitung bei Verfahren wurde von den Mitgliedern weiterhin gut angenommen. Rund 6.500 Kontakte 2025 unterstreichen die Bedeutung der regionalen Servicestelle - allein 3.300 rechtliche Beratungen sprechen für das KnowHow der MitarbeiterInnen. Regelmäßige Veranstaltungen in der Kammer und bei den Betrieben vor Ort ermöglichen den kontinuierlichen Austausch zwischen Unternehmen und Institutionen in der Region. Netzwerktreffen fördern Synergien und Kooperationen stärken den Wirtschaftsstandort.

Gottfried Pilz betont einmal mehr, dass es kaum um wirtschaftliche, sondern vielmehr um emotionale Probleme in unserer Gesellschaft geht. Wenngleich eine überbordende Bürokratie der größte Hemmschuh für wirtschaftliche Entwicklung ist, so profitieren doch alle davon, wenn es der Wirtschaft gut geht. Natürlich muss man interne wie externe Kritik verstehen und reflektieren, doch letztendlich ist eine „kleine“ Krise auch eine „große“ Chance.

Didi Rath 

Wirtschaftskammer Bezirk Amstetten


Leopold Maderthaner-Platz 1,
3300 Amstetten