Birne sucht Apfel - Dating-Show rund um den Most
Auf der Burgarena Reinsberg vermischt sich Schmankerl und Unterhaltung auf kulinarische wie heitere Art, sodass man am Ende nicht mehr genau weiß, ob man einfach nur fein gegessen hat oder sich witzig vom Theaterensemble unterhalten hat lassen. Bis dato einzigartig in Europa ist die Entstehung bzw. das Drehbuch dieses Stücks, welches online auf der Plattform der
NÖN entstanden ist. Insgesamt haben 17 Frauen (= 17 Autorinnen) Profile geschrieben. Dramatiker Christoph Frühwirth, der Vater des Projekts, und eine 3-köpfige Jury (Marion Benda vom ORF-Format chilli, Manuela Seidl vom Komödienherbst Waldviertel und Michaela Fleck von der NÖN) haben sich letztendlich für 3 Co-Autorinnen entschieden, deren Profile in die Endauswahl kamen. Millionenfach bewährt, ist das Stück zum Phänomen Web2.0-Dating doch etwas Einzigartiges. Theater in Echtzeit. Die drei Gewinnerinen: Mag. Sandra Hackl (ein Apple I-Pad), Klara Sofia Gutmann (52 Apfel- und Moststäfte) und Eva Lugbauer (365 Äpfel und Birnen) wurden übers Netz ausgewählt. Ihre Figuren chatten nun im Netz. Begleitet hat dieses Projekt auch der Chef vom Dienst und Kulturleiter der NÖN, Thomas Jorda.
Mostbauer „Joe“, eigentlich Hans doch im Web "Country Joe Mc'Donald", ist Single. Da er gerade Hoferbe geworden ist, muss also schleunigst eine Frau her. Unter dem Nickname „Birne“ begibt sich der in der Realität eher Schüchterne im Internet auf die virtuelle Suche nach seinem „Apfel", wo man sich nicht von Auge zu Auge, sondern von Tastatur zu Tastatur, trifft. Da prallen dann Welten aufeinander: zum Einen die heißblütige Italienierin Francesca, die ein Paradiesapfel ist, wäre da nicht irgendwo der Wurm drin, die erdige Marianne, die eine mit Putz und Stingl ist und sich auch um ihren 7-jährigen Kevin Robin kümmern muss sowie die Präsidentin der Abfallentsorgung und glühender Hansi Hinterseer-Fan, Hermi Lefpa. Und gerade die „wilde Hermi“ ist ein typisches Internet-Girlie. Die beiden anderen Damen, „Francesca“ und „Marianne“, geben es da schon etwas erwachsener: feurig die eine, geerdet die andere. Für wen sich Mostbauer „Joe“ letztendlich entschieden hat, mit wem er sich in der realen Welt trifft, sei hier noch nicht verraten. Tausende Internet-User haben das Dating im Netz verfolgt, das Happy End allerdings bleibt den Theaterbesuchern vorbehalten.
Eine Produktion der Heimatbühne Reinsberg, Jugendtheatergruppe „Äktschn“: Kathi und Gundula Prüller, Johanna Wolmersdorfer und Mathias Rechberger.
Zur Premiere dieses Stücks wurden Schmied-, Speckbirne- und der Baron-Most des Mostbarons Hans Frühwirth vom Hechaberg verkostet. Das Most-Kulinarium (Schafkäse mit Tomaten auf Birnenbalsamico der Mostbarone; Mostschaumsuppe mit Brotcroutons, Mostrindsbraten mit Birnenkroketten und Gemüse; Apfel-Birnen-Törtchen mit Vanillesauce) bestritten die Bezirksbäuerinnen Scheibbs gemeinsam mit dem Team der Bio-Burgkuchl rund um Marianne Stadler. Für die bunten Kostüme (Schürzen) der Darstellerinnen sorgte Jasmin Stanonik von
Sheela - Housewife Revolution - aus Saalfelden!