Bei der
Stadtkonferenz der SPÖ Amstetten begrüßte Bgm.
Ursula Puchebner mehr als 100 GenossInnen, Funktionäre und Parteifreunde im Arbeiterkammersaal. Am Programm stand ein Rückblick in Bildern über die vielfältigen Aktivitäten von 2007 bis 2011. Nach dem Bericht des Kassaprüfers und Kontrolleurs schritten 94 Wahlberechtigte zur Stimmabgabe über die Neuwahl des künftigen Stadtparteivorstandes.
Während der Auszählung wurden die Verdienste des Langzeitbürgermeisters, langjährigen Bezirksgeschäftsführer sowie Funktionärs in der Landespartei,
Herbert Katzengruber, entsprechend gewürdigt. Nach mehr als 23 Jahren als Bürgermeister der Stadtgemeinde Amstetten legte er am 30.9. d.J. sein Amt nieder um in den wohlverdienten Ruhestand überzutreten. Dabei erinnerte Puchebner an Katzengrubers Grundsatzerklärung von 1983, wo er bereits den Mut zur politischen Arbeit betonte und darauf verwies, wie wichtig Diskussionen mit BürgerInnen sind, um so wieder Vertrauen in die Politik zu schaffen. Katzengruber, der selbst mit 31 Jahren einige Zeit Stadtparteivorsitzender war, prägte die erfolgreiche Geschichte der Stadt Amstetten sowie der Bewegung der SPÖ in rund vier Jahrzehnten maßgeblich mit. Für viele, vor allem auch für politische Mitbewerber, zählte in erster Linie Katzengruber als Mensch und erst in zweiter Linie als parteipolitischer Funktionär. Puchebner unterstrich dies mit der Aussage, dass er nicht nur Bürgermeister war, sondern vor allem ein „väterlicher Freund“. Seitens der Stadtgemeinde wurde ihm zum Abschied bereits der Ehrenring der Stadt in Gold für seine unzähligen Verdienste verliehen. Auch seitens der SPÖ hat er schon beinahe alle Auszeichnungen erhalten und für die höchste, die Viktor Adler-Plakette, ist er schlichtweg noch zu jung. So schenkten ihm seine Freunde, eine vom heimischen Künstler Edwin Strasser-Hölzl eigens angefertigte, Skulptur. In seinen Dankesworten betonte Katzengruber, dass ihm die Sozialdemokratie immer schon eine zweite Familie war und, dass ihm die Menschen und deren Sorgen immer sehr wichtig waren. Seine Konsequenz: geradlinig und ehrlich, verbunden auch mit dem Mut Nein zu sagen, werden wohl auch seine „Schüler“ und Wegbegleiter weiterverfolgen. Darüber hinaus war ihm immer Verlässlichkeit wichtig und ein tolles Team, dem er zum Abschied nochmals Rosen streute, ist doch der „Häuptling“, wie er sich selbst bezeichnete, immer nur so gut wie sein Team, nur trägt er halt die Verantwortung dafür. Katzengruber im O-Ton: „Mir geht’s saugut und fad ist mir auch nicht!“. Und so entdeckte der Neo-Pensionist und passionierte Sportler auch die Freuden im Haushalt und im Garten. Und Freunde haben ihn sogar zum Kochen im Sozialmarkt SOMA überreden können (Kürbiscremesuppe á la Herbert).
Auch der Vorsitzende der SPÖ NÖ, Ld.hpt.Stv. Dr.
Sepp Leitner, lobte einmal mehr das tolle Team, die gute Organisation sowie die engagierten Funktionäre und verwies nicht ohne Stolz darauf, dass Amstetten eigentlich DIE prosperierende Hauptstadt des Mostviertels ist. Er bedankte sich ebenfalls für die langjährigen Verdienste von Katzengruber und wünscht dem gut aufgestellten Team von Puchebner „
Glück auf und Freundschaft“. Danach erklärte er verschiedene Auswirkungen der Politik sowohl auf EU-, Bundes- und Landesebene und stellte klar, dass es klare sozialdemokratische Antworten auf verängstige und besorgte Fragen der Bevölkerung gibt. U.a. forderte er die Solidarität zu Griechenland, nicht aber ohne Wenn und Aber ein, wenn auch die Korruption und Schattenwirtschaft bekämpft wird. Nötigenfalls ist auch der Austritt Griechenlands aus der EU mit einem Neustart bei Null zu diskutieren, denn es ist wichig, den Menschen, auch die Wahrheit zuzumuten. Vordringlich sieht er auch das Zurückdrängen von Spekulanten, die Einführung einer eigenen europäischen Rating-Agentur sowie einer Finanztransaktionssteuer, das Beschneiden von Managergehältern und Boni in öffentlichen Betrieben, Rauf mit den Vermögenssteuern und Runter mit der Belastung auf Arbeit um so eine faire und sozialere Verteilungsgerechtigkeit zu erzielen sowie bessere Rahmenbedingungen für ein Miteinander von Alt und Jung zu schaffen, als notwenig und unumgänglich. „Früher war man mit 60 alt – doch heutzutage – schaut’s euch einfach den Herbert an!“
Leitner zitierte zum Abschluss Katzengruber: „Und wenn es die Sozialdemokratie nicht gäbe, müsste man sie genau jetzt erfinden!“ Puchebner führte weiters aus, dass man klare Formulierungen finden muss um den Menschen zu erklären, wofür die Sozialdemokratie in diesem Land steht.
Nach einem überwältigenden Vertrauensvotum von 100 % bedankte sich die wiedergewählte Stadtparteivorsitzende Puchebner für diese besondere Auszeichnung, den Ausdruck des Vertrauens, den damit verbundenen Auftrag den gemeinsamen Weg fortzusetzen und die Herausforderung für die nächsten Jahre (Landtags-sowie Nationalratswahl) annehmen. Zum Abschluss wünscht sie sich
ein großes Mehr an Sozialdemokratie in ALLEN Bereichen.
Der neue Amstettner Stadtparteivorstand:
Vorsitzende: Bgm. Ursula Puchebner
Stellvertreter: NR Vzbgm. Ulrike Königsberger-Ludwig + Vzbgm. HR Mag. Michael Wiesner
Kassier: StR Mag. Franz Dangl
Stellvertreterin: GR Gudrun Simmer
Schriftführerin: GR Julia Wiesner
Stellvertreter: Florian Haidvogl
Kontrolle: StR Reinhard Köhsler, GR Edmund Maier, GR Regina Öllinger, GR Elisabeth Stoiber, GR Brigitte Hablesreiter, Ing. Rudolf Scheiterbauer, Michael Hochstöger
Kampagnen/Öffentlichkeitsarbeit: Gerhard Riegler + Mag. Philip Freihammer
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