Die STADTwerke Amstetten luden zur Spatenstichfeier der Fischwanderhilfe Greinsfurth ein. Teile dieses Bauvorhabens werden im Rahmen des EU Life+ Projekts "Mostviertel-Wachau" gefördert. Geplant ist ein Fischaufstieg mit 56 Becken von jeweils 2x3m. Mittels Turbine wird der Verlust bei der Energieerzeung durch die Abgabe der Restwassermenge ausgeglichen. Somit soll eine Verbesserung des ökologischen Zustandes der Ybbs gegeben sein. Gebaut wird bereits seit Anfang April. Der erste Fisch wird voraussichtlich im Jänner 2011 die Wanderhilfe durchsteigen können.
Der Natur ein Stück zurückgeben
Genau 110 Jahre seit der Errichtung des Kraftwerks Allersdorf hat es gedauert. Während dieser Zeit war die Wasserstrecke im Ybbsknie für alle vorkommenden Fischarten durch die Wehranlage unüberwindlich vom Oberlauf getrennt. Darüber hinaus ist die Restwasserstrecke der Ybbs bis zur Urlmündung an rund 300 Tagen im Jahr beinahe trockengelegt, was sich insgesamt negativ auf die Wasserökologie auswirkt. Mit dem aktuellen Investitionsprojekt der STADTwerke Amstetten wird der Natur jetzt wieder ein Stück zurückgegeben. Einer EU-Richtlinie zuvorkommend, die künftig die Abgabe einer Restwassermenge in den Unterlauf vorschreiben wird, beschlossen die STADTwerke Amstetten bereits jetzt die erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Im Rahmen des EU Life+ Projekts „Mostviertel-Wachau“ werden Teile des Bauvorhabens erfreulicherweise gefördert.
„Um die Fallhöhe von über acht Metern zu überwinden wird ein Fischaufstieg mit 56 Becken von jeweils zwei mal drei Metern errichtet, der es sogar größeren Fischen wie dem Huchen ermöglichen soll, das Wehr zu passieren. Daneben wird eine Turbine mit einer Leistung von 479 kW errichtet, um den Verlust bei der Energieerzeugung durch die Abgabe der Restwassermenge auszugleichen“, erklärt STADTwerke-Direktor Ing. Robert Simmer die wichtigsten Eckpunkte des Projekts. „Da wir auch in unserem Leitbild den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur festgeschrieben haben, sind wir ganz besonders stolz darauf, dass uns alle beteiligten Experten eine wesentliche Verbesserung des ökologischen Zustandes der Ybbs bescheinigen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das auch schnell unter den Fischen herumspricht.“, so Simmer über eines der wichtigsten Investitionsprojekte der vergangenen Jahre, das mit rund 2,5 Mio. Euro Gesamtkosten veranschlagt wurde.
1. Foto (von links nach rechts): Ing. Johann Knöll – Prokurist Held & Francke, Ing. Robert Doppler – GF Fa. Kössler, Turbinenbau, Dr. Felix Bergmann – Abgesandter der EU, Bgm. Gernot Lechner, Mag. Astrid Aumayr – BH Amstetten, Mag. Elisabeth Schedy – NÖ Ldreg. Wasserrecht, SR Brigitte Kashofer, Vzbgm. Dieter Funke, SR Ing. Anton Katzengruber, Bgm. Herbert Katzengruber, Umweltgemeinderat Bernhard Wagner, Dir. Ing. Robert Simmer, Dr. Erhard Kraus – NÖ Ldreg., Hofrat DI Erich Czeiner – NÖ Ldreg.
www.life-mostviertel-wachau.at
stadtwerke.amstetten.at