Ehre, wem Ehre gebührt – Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Stadtgemeinde Amstetten an Bgm. a.D. Herbert Katzengruber
So ziemlich jede/r und alles, was Rang und Namen in der Mostviertelmetropole hat, egal ob aus Kommunalpolitik, Schule, Wirtschaft/Banken, Kultur oder Kirche, war zu diesem Galaabend gekommen, um einen Mann die Wertschätzung auszudrücken, der die Geschicke der Stadt immerhin
23 Jahre und 172 Tage als Bürgermeister maßgeblich gelenkt, gestaltet und geprägt hat.
Launig und wortgewandt durch den Abend führte
Max Mayerhofer, der gleich zu Beginn der Feierlichkeiten „Katzis“ Antrittsrede vom 11. April 1988, leicht gekürzt, zum Besten gab. Nachdem es Bgm.
Ursula Puchebner aus „ärztlichen Gründen“ die Rede verschlagen hat und sie notgedrungener Weise eher sprachlos bleiben sollte, trug Vzbgm. HR Mag.
Michael Wiesner die Laudatio vor. Dabei gab es einen Rückblick auf die größten (Bau)Projekte seiner Amtszeit, die alle Facetten seines Schaffens beleuchtete. Wiesner betonte, dass ER immer einer war, der seine Stadt und vor allem die Menschen, die hier leben, liebte. ER war aber nicht nur Bürger-, sondern auch Spar-Meister, denn durch den sparsamen und effizienten Einsatz der Mittel, konnte die Stadt so auch leichter schwierige Zeiten meistern. Mayerhofer ergänzte, dass ER seine MitbürgerInnen immer königlich behandelt hat und verlieh ihm deshalb den Titel „Bu(ü)rger-King von Amstetten“. Bevor die Grußworte von BH Mag.
Martina Gerersdorfer, NR
Günter Kössl, StR
Brigitte Kashofer und des 1. Stadtrates der Partnergemeinde Alsfeld,
Udo Jürgen Pfeiffer in Stellvertretung des Bgm. Ralf A. Becker gesprochen wurde, gab es ein launiges Video von Freunden und Wegbegleitern (u.a. Bruder StR Ing. Anton Katzengruber, Helmut Wieser, Ulli Simetzberger) vom M4TV-Team mit heiteren Anekdoten – wie z.B. der, dass der junge Bürgermeister selbst „als a Nackerter“ in der Sauna amtshandelt und so rund um die Uhr für seine BürgerInnen da war.
Gerersdorfer betonte in ihrer Ansprache, dass ER den Spagat der Rechtsstaatlichkeit contra Wählerwünschen bestens geschafft hat und dass ER stets um ein gutes Einvernehmen mit anderen Behörden bemüht war. Menschlich geschätzt hat sie seinen Einsatzwillen und sein Durchhaltevermögen. In dieselbe Kerbe schlug Kössl, der sein Engagement und seinen Leistungswillen lobte und betonte, dass ER immer einer war, der stets bemüht war Amstetten zu führen und nicht einfach nur zu verwalten. Trotz politischer Diskrepanzen konnte man mit ihm gemeinsame Ziele verfolgen. ER hat in seiner Amtszeit Amstetten sozialer gemacht und die Stadt als Musicalhauptstadt NÖ etabliert. ER hat Amstetten ein neues Gesicht verliehen. Menschlich schätzte Kössl besonders seine Handschlagsqualität. Kashofer merkte an, das ihm seine Begeisterung anzusehen war, dass ER stets den Versuch unternahm, Bürgermeister für alle BürgerInnen und Fraktionen zu sein. Dazwischen warf Mayerhofer ein, dass es sehr wohl eine große Kunst ist, sich zu kratzen, bevor es noch jemanden juckt! Pfeiffer, der die zweithöchste Auszeichnung der Stadt Alsfeld – eine Anstecknadel samt Wappenteller, mitbrachte lobte seine Bescheidenheit und die Tatsache, dass ER trotz hohen Ansehens mit beiden Beinen am Boden blieb. Launig gab er einen Einblick in die Pflichten eines Bürgermeisters, der allwissend wie der Brockhaus sein und in 24 Stunden immer präsent sein sollte. Über die langjährige Städtepartnerschaft hinaus verbinden ihn bleibende Erinnerungen (u.a. einige Eheschließungen) sowie eine tiefe Freundschaft.
In seinen Dankesworten bedankte ER sich bei allen und betonte, dass im Saal eigentlich nur Freunde anwesend sind - besonder Dank galt jedoch seiner Gattn Marianne und Sohn Harald: „In meinem ganzen politischen Leben stand immer der Mensch im Mittelpunkt. Ich musste natürlich auch Maßnahmen treffen, die nicht so einfach waren, aber durch offenes und ehrliches Erklären haben die Leute versucht, diese Entscheidungen zu verstehen. Für mich war und ist jeder Mensch eine Persönlichkeit und ich denke, dass ich mit meiner freundlichen Art selbst die schärfsten Gegner überzeugen konnte. Ich denke schon, dass meine Arbeit von Konsens mit anderen geprägt war. Oft werde ich gefragt, wie es mir geht. Dazu kann ich nur sagen: wirklich gut! Ich genieße die neue Freiheit, obwohl ich keinen Tag – mit wenigen Ausnahmen – missen möchte. Einen Anrufer erklärte ich, dass ich jetzt ohne dichten Terminkalender von 100 schon auf 50 heruntergekommen bin. Daraufhin entgegnete mir dieser, dass 30 auch reichen, denn in der Stadt sei auch nicht mehr erlaubt! Doch für mich galt der Grundsatz, dass man aufhören soll, wenn es am schönsten ist. Deshalb schließe ich mit den Worten Dieter Hildebrandts: „Es geht mir ausgezeichnet – vielen herzlichen Dank!“
Doch auch das kulturelle Rahmenprogramm konnte sich ebenso sehen lassen, wie die kulinarische Begleitung durch das
Theaterrestaurant Patzalt. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von den
Mostviertler Birnbeitlern unter der Leitung von Kapellmeister
Robert Pussecker, der seinem Herbert sogar einen eigenen
8sekündigen Sparwalzer komponierte. Nebst Max Mayerhofer sorgte auch das
Kabarettduo Blem Blem mit ihrer Einlage „Rent a Heinz – Heinz to go“ für so manchen Lacher.
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