Das Antikriegs-Theaterstück „
Helden“ von George Bernhard Shaw spielt während des Serbisch-Bulgarischen Krieges im Jahre 1885. Der in serbischen Söldnerdiensten stehende Schweizer Artilleriehauptmann „Schokoladesoldat“ Bluntschli (grandios gespielt von
Otmar Pils) wird mit seinem Geschütz vom bulgarischen Kavallerieoffizier Sergius Saranoff (brilliant
Wolfgang Kettner) und dessen Reitern angegriffen. Da Bluntschi den falschen Munitionstyp mitführt, gelingt die eigentlich selbstmörderische Attacke und der Schweizer flieht vom Schlachtfeld über einen Balkon. Er gerät dabei in das Haus von Raina Petkoff (süß –
Magdalena Stummer), der Verlobten von Sergius. Raina versteckt den scheinbar harmlosen Mann, der aus seiner Kriegsunlust kein Hehl macht und „wie jeder erfahrene Soldat“ in seiner Patronentasche lieber Schokolade als Munition mit sich trägt. Weil ihm erstere aber gerade ausgegangen ist, versorgt Raina ihn mit Nachschub, lässt ihn sogar in ihrem Bett schlafen und borgt ihm für die Flucht eine alte Jacke ihres Vaters (Major Pavel Petkoff –
Paul Konecny), die beiden in weiterer Folge beinahe zum Verhängnis wird. Doch der eigentliche Mann im Hause ist Katharina Petkoff, bezaubernd gespielt von
Susanne Leonhartsberger mit bulgarisch-ungarisch-russischem Akzent. Als der Hauptmann den alten Rock zurückbringt, ist Sergius bereits im vermeintlichen Triumph aus der Schlacht zurückgekehrt, und nun fordert er Bluntschli zum Duell. Das weiß dieser jedoch zu verhindern, indem er droht, den wahren Verlauf der Schlacht zu verraten, dass Sergius nämlich nur gewonnen habe, weil Bluntschlis Kanone versagte. So stellt sich für den Zuseher bald heraus, wer Held, Anti-Held oder gar nur Pantoffel-Held ist. Und weil die fesche Magd „Louka“ (herzig –
Karin Komatz) schon seit einiger Zeit Rainas Misstrauen in den alten Haudegen geschürt hat, finden letztlich Bluntschli und Raina zusammen, und die liebestolle Magd, die ihren sozialen Aufstieg lange geplant hat, bekommt schließlich ihren Sergius, der über alle Standesdünkel hinweg sich doch noch zu seiner Liebe bekennt und alles endet doch noch in Wohlgefallen. In weiteren Rollen zu sehen sind
Christoph Marcik als schlauer Diener Nikola sowie
Werner Fally (auch Bühnenbildverantwortlicher) und
Franz Schachner als russische Offiziere. Die bewährte Regie führte Hilde Fally, unterstützt von Co-Regisseurin Manuela Eichleter.
Die
Waidhofner Volksbühne spielt diese gleichermaßen nachdenkliche wie bezaubernd romantische Komödie im wunderbaren Innenhof des Rothschildschlosses noch am 13., 15., 16., 20., 22., 23., 26., 27., 29. und 30. Juli jeweils um 20 h. Vorverkauf im Tourismusbüro Waidhofen/Ybbs oder direkt via
www.oeticket.com.
Nach kostenloser Registrierung kann man die Fotos für private Zwecke hochauflösend downloaden!
Und auch auf Facebook gibts eine Fanseite von uns = http://www.facebook.com/mostropolis.at