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03.05.2010
Amstetten
Bilder: 75
Besuche: 1929
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Die Familie Wagner aus Aschbach erbte seinerzeit den Nachlass der in Amstetten schaffenden Künstlerin Anna Tschadesch. In Andenken an ihren Vater nahm nun die Wiener Tierärztin Dr. Monika Wagner ein für sie ungewöhnliches Projekt in die Hände und gestaltete gemeinsam mit dem Kulturamt eine Retrospektive über das Schaffen der beliebten Malerin.
Anna Tschadesch wurde 1906 in Hallein geboren und lebte seit 1910 in Amstetten, in der Preinsbacher Str. 48, wo ihr Vater als Vergolder und Restaurator eine Werkstätte hatte. So war sie bereits von Kind an mit kreativer Kunst vertraut. Nach den Lehrjahren beim Vater besuchte sie zwischen 1940 und 1944 die Akademie der bildenden Künste in Wien. Seit 1945 war sie dann als freischaffende, akademische Malerin tätig. Sie malte vorwiegend Landschaften, Portraits, Kompositionen, Blumen-Stilleben sowie religiöse Motive und zuletzt sogar Ikonen in Öl, Aquarall, Kohle- und Federzeichnungen sowie Temperabilder. Die Lebensstationen wurden vom Kulturpreisträger der Stadt Amstetten, Mag. Helmut Swoboda skizziert, während NR Abg. Kulturstadträtin Ulrike Königsberger-Ludwig in ihrer Eröffnungsrede vor allem die Leidenschaft von Frau Dr. Wagner in den Vordergrund stellte, die in ihrer Begrüßung darauf verwies, dass sie als Kind eigentlich in einer wunderschönen Galerie aufwuchs und dies jedoch erst später zu schätzen wusste. Begleitet wurde die Ausstellungseröffnung mit berührenden Klängen des St. Valentiner Akkordeonensemble.
Die Ausstellung in der Amstettner Rathausgalerie ist noch bis 20. Juni während der Amtsstunden (Mo - Do 8 - 16 h, Fr 8 - 12 h) zu sehen. Ein wunderbarer Ausstellungskatalog (Biographie mit Werksübersicht) ist um € 15,- im Kulturamt erhältlich.