Der Bauer als Millionär - Premiere
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06.07.2012
Waidhofen/Ybbs
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Geld allein, macht nicht glücklich!
Die Waidhofner Volksbühne präsentierte im traumhaften Ambiente des Rothschildschlosses das Zaubermärchen "Der Bauer als Millionär" von Ferdinand Raimund.
Raimunds tragikomische Zauberposse „Der Bauer als Millionär oder Das Mädchen aus der Feenwelt“ hat in der Inszenierung von Josef Forster nach 186 Jahren nichts an Aktualität eingebüßt, sind doch Neid, Hochmut und Missgunst auch heute noch auf der Tagesordnung. Herausragend ist Wolfgang Kettner als Fortunatus Wurzel, der die verschiedenen charakterlichen Nuancen als Bauer, Millionär, Lebemann und Aschenmann brillant rüberbringt. Auch die Allegorien, Lucia Hirtenlehner als Zufriedenheit, Karin Komatz als Jugend, Werner Fally als das hohe Alter, Margit Stowasser als Neid und Manuela Walcher als Hass sind gleichermaßen bezaubernd wie furchterregend. Farbenfrohe Kostüme, Licht- und Tontechnik und vor allem der pittoreske Schlosshof entführen das Publikum geschickt von der Menschen- in die Geisterwelt. Berührend ist der Abschied der Jugend im Lied „Brüderlein fein“ sowie die Erkenntnis im „Aschenlied“, für Lacher sorgen Couplets zum aktuellen Treiben in der Ybbstalmetropole. Insgesamt sind 20 DarstellerInnen plus Musiker und Tänzer nicht an Spielfreude zu übertreffen, sodass mit der einbrechenden Dämmerung der ganze Theaterabend zu einem besonderen Erlebnis wird.
Die Handlung
Die Fee Lakrimosa (Hilde Fally) hat ihre Freunde zusammengerufen, um sie um Hilfe zu bitten. Sie hat ihre Zauberkraft eingebüßt, weil sie ihr Kind, Lottchen (Barbara Wildling), „das Mädchen aus der Feenwelt“, das sie mit einem Sterblichen bekommen hat, in Reichtum aufziehen will. Lakrimosa kann ihre Geistermacht zurückerhalten, wenn Lottchen, die als Ziehtochter bei dem Bauern Fortunatus Wurzel lebt, vor ihrem achtzehnten Geburtstag einen armen Burschen heiratet. Nun will sich aber der „Neid“, der von ihr abgewiesen wurde, an Lakrimosa rächen, und hat deshalb Wurzel vor einem Jahr zum Millionär gemacht. Der besteht jetzt darauf, dass Lottchen einen reichen Mann und nicht ihren geliebten armen Fischer Karl (Joe Stain) heiratet. Die Zeit drängt, um Mitternacht ist Lottchens 18. Geburtstag. Ajaxerle (Otmar Pils), der Cousin von Lakrimosa, versucht Wurzel umzustimmen. Dieser will jedoch der Heirat nicht zustimmen. Da erscheint Wurzel nach einem Saufgelage mit seinen Zechbrüdern die „Jugend“. Sie nimmt Abschied und macht dem „hohen Alter“ Platz, das mit all seinen Gebrechen von Wurzel Besitz ergreift. Er verflucht nun den Neid und verzichtet auf seinen Reichtum. Doch nun wird „der Hass“ aktiv und macht Karl durch einen Zauberring zu einem vermögenden Mann. Wurzel, der sich in seine Waldheimat zurückwünscht, bereut tief, Lottchen nicht dem armen Fischer gegeben zu haben. Der „Zufriedenheit“ gelingt es schließlich, auch Karl von der Nichtigkeit des Geldes zu überzeugen. Gerade noch rechtzeitig wirft er den Ring weg und heiratet Lottchen. Lakrimosa erhält ihre Zaubermacht zurück und verhilft Wurzel zu seiner alten Existenz.
In weiteren Rollen zu sehen sind: Paul Konecny, Friedrich Rechberger, Maria Eichleter, Florian Fally, Günter Königswenger, Franz Schachner, Lisa Dieminger, Maria Ebner, Elfriede Kisler und Sandra Brachmann-Ahorner.
Didi Rath
Gespielt wird noch bis 28. Juli jeweils um 20 Uhr. Weitere Infos, Termine und Tickets gibts hier!
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Waidhofner Volksbühne Waidhofen/Ybbs
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