In der bereits 44. Spielsaison brachte die
Theatergruppe St. Stephan - TheSaStA - rund um Impresario und Regisseur Josef "Pepi" Maderthaner das
Komödiantenspiel "Zirkus" von Ewald Autengruber auf die Bretter, die die Welt bedeuten.
Bürgermeister Benozzo ist tief in seinem Herzen noch immer der Clown Silvio Silvori, wäre da nicht seine resolute Gattin Rosaura, die ihn zum Käsehändler machte, steht er doch ganz schön unter ihrem Schlapfen. Plötzlich taucht Zirkusdirektor Ortini mit seiner Truppe auf und kämpft mit seiner Frau Palmira um eine Spielbewilligung. Doch dies ist nicht die einzige Auseinandersetzung, glaubt doch Benozzo im Streit darüber, Ortini mit einem Käselaib erschlagen zu haben. Er kann es einfach nicht glauben, dass ein einfacher Käselaib einen derartigen Schaden anrichten kann, bis ihm sein Lehrmädchen Ita aufklärt, dass er womöglich nur ohnmächtig ist. Doch wohin mit der vermeintlichen Leiche? Die Lösung ist ein Fass! Oder doch nicht, als plötzlich die Leiche wie vom Erdboden verschluckt ist. Doch eigentlich sollte die Zirkusaufführung längst starten, sodass der Käsehändler als Clown einspringt, was aber seine Frau nicht wissen darf. Als dann Ortini wieder zum Leben erwacht, will er dem Bürgermeister einen Streich spielen und springt selbst zum Gefallen von Clown Giorgione ins Bärenkostüm, was natürlich für jede Menge Überraschungen nicht nur in der Manege sorgt. Als sich dann auch noch Artist Flavio in das Lehrmädchen verliebt, scheint das Chaos perfekt zu sein. Ob sich dann doch noch alles in Wohlgefallen auflöst und zu einem Happy End kommt, davon überzeugt ihr euch am besten selbst!
Dass
Josef Maderthaner und
Christian Dunkl großartige Schauspieler sind, ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Doch in den Rollen als clownesker Bürgermeister, der mit einem Käselaib unabsichtlich zu morden scheint und als schusseliger Zirkusdirektor wachsen die beiden Vollblutkomödianten förmlich über sich hinaus. Mit dem meisten Text und einer grenzgenialen Dramaturgie sind sie die Säulen des Ensembles. Aber auch
Ilse Frauendorfer und
Hroswitha Wolfram bezaubern als resolute Ehefrauen. Die erst kurz vor der Premiere dazugestossene
Mariella Resch begeistert als liebreizendes Lehrmädchen vor allem durch ihr Augenspiel, während
Klaus Hackl als liebestoller Artist, Vertreter und Poet sich in die Herzen der weiblichen Zuseher spielt. Sein vielfältiges Talent spielt auch
Willi Leimer aus, der im 1. Akt als Stellage eine tragende Rolle spielt und im 2. Akt als Clown Giorgione zwar etwas dumb rüberkommen muss, trotzdem für viele Lacher garantiert. Alles in allem begeistert das Amateurtheaterensemble geschlossen durch immense Spielfreude und auch das heurige Stück beweist eindrucksvoll wie aussdrucksstark, jeder einzelne Charakter rollentypisch bestens besetzt ist.
Gespielt wird noch bis 20. November im Pfarrsaal St. Stephan: Sa 5., 12. u. 19.11. sowie am Mi 16.11. um 19.30 h u. So 13. u. 20.11. um 17 h. Kartenvorverkauf im Kultur- u. Tourismusbüro im Rathaushof Amstetten.
Weitere Infos unter
www.thesasta.at.
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