Seit rund 20 Jahren ist der Obmann des Vereines SüdFilmFest, Gerhard Steinkellner & sein Team, engagiert, den Leuten Filme abseits des Kino-Mainstreams zu präsentieren. Mit verschiedenen Schwerpunkten geht es aber immer darum aufzuzeigen, zum Mit- und Nachdenken anzuregen aber auch niveauvoll zu unterhalten. Und da es in Filmen meist um Menschen und deren Schicksale geht, steht immer der Mensch - aus verschiedensten Kulturkreisen - im Mittelpunkt.
Zum Auftakt dieses Festivals gab es daher ein riesiges und vor allem in jeder Hinsicht sehr buntes "
Fest der Vielfalt". Während man oft über die Problematik von Migration und Integration hört oder liest, wird dies in Amstetten einfach "
gelebt". So waren aus fast jedem Kontinent Immigranten präsent, die nunmehr in Amstetten leben und sich hier wohl fühlen, die sich entweder künstlerisch auf der Bühne oder kulinarisch beim Buffet eingebracht haben. Neben Mostviertler Köstlichkeiten aus dem Bioladen von Cäcilia Deinhofer konnten die neugieren BesucherInnen Traditionelles aus Aserbaidschan, Tschetschenien, Nigeria und anderen afrikanischen Regionen oder aus kurdischen wie türkischen Gegenden verkosten.
Kultur- und Jugendstadträtin NR Ulrike Königsberger-Ludwig verwies in ihrer Eröffnungsrede auf die riesige Chance, die in der gelebten Integratin steckt, schöpft man doch durch die Vielzahl der Herkunftsländer auch aus der Vielfalt des Genres. Darüber hinaus dienen diese "
Begegnungen" auch dem Abbau von Vorurteilen gegenüber dem Fremden und sorgt so für mehr Verständnis und Toleranz.
So gab es nebst leckeren Schmankerl u.a. tschetschenische Tänze (Leitung Schaipova Tamara) oder afrikanische Rhyhtmen, englische Pop-Covers und Eigenkompostionen der Polizisten-Combo "Fair & Sensibel Music Project". Später folgten noch heimische Volkstänze und Schuhplatteln des Amstettner Volkskulturvereins D'Stoariegla sowie Spiele und afrikanische Tänze der Gruppe Eleje (Leitung Nkechi Uroko) und türkisch-kurdische Tänze der Theatergruppe Tiyatre Bi Hevre (Leitung Candas Atan). Bei Einbruch der Dunkelheit wurde der Film "Que tan lejos" aus Ecuador gezeigt. Launig durch das Fest führte Moderator Jürgen Adelmann, der selbst Filmschaffender ist.
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