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20.04.09 - Mostviertel-Magazin: Bloodshed Remains
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Die Band aus Ybbs/Donau & Umgebung beweist in ihrer Zusammensetzung, dass Punk, Trash, Hardcore und Prog gut zusammenpasst – das sind nämlich die Ingredienzien, die die einzelnen Mitglieder mitbringen. Petra traf die Jungs, um mit ihnen über ihre Musik und das kommende Album zu plaudern.

Die Band wurde 2006 gegründet. Wie habt ihr euch eigentlich gefunden?
Wir hatten eine Band namens Alien­ Headshot Disaster – da war der Kollege Benny nicht dabei. Das war nicht so wirklich interessant, sag ich jetzt mal. Das war eine Punkband. Dann ist unser Gitarrist ausgestiegen, weil wir musikalisch nicht zusammengepasst haben. Benny kam dazu – was wirklich gut für uns war – und dann ist uns irgendwann einfach der Knopf aufgegangen. Dann, mit seinen musikalischen Fähigkeiten, hat das gleich andere Dimensionen angenommen. Und jetzt sind wir, wo wir sind.

Ihr hattet eine viel gelobte Debüt-EP, dann habt ihr eine DVD mit eurem Video zum Song „Three Stages“ veröffentlicht – das alles war sehr schnell vergriffen, wie ich gelesen habe. Habt ihr mit dieser „Nachfrage“ gerechnet?
Nun, wie soll man sagen. Nicht wirklich. Man wünscht es sich natürlich immer, aber man muss im Musikbusiness als kleine Band vorsichtig sein, man darf sich nicht gleich zu viel erwarten. Es ist gut, wenn man von „kleineren Sachen“ ausgeht. Dann freut man sich mehr, wenn es geht. Dadurch, dass die Hardcore-Szene in Österreich klein ist, ist es auch schwer. Es ist natürlich sehr schön, dass es bei uns bisher so gut funktioniert hat.

Habt ihr vielleicht vor, die beiden Sachen noch einmal rauszubringen? Oder bleiben sie „vergriffen“?
Die alte EP wird nicht mehr weiter gepresst. Die ist ausverkauft. Die gibts vielleicht auf Ebay. (lachen) Nein, wir arbeiten lieber an neuem Material.

Ihr seid von nationaler wie auch von internationaler Presse sehr gelobt worden. Wie schaut es bei euch mit dem Erfolgsdruck beim neuen Album aus?
Gibt es in diesem Sinne nicht. Das was wir bisher gemacht haben, war schon super. Alles was jetzt kommt, da müssen wir drauf schauen, dass es passt. Wir schauen natürlich, dass wir besser werden. Für die neue CD haben wir zwar schon ein Label, aber wenn wir Erfolgsdruck haben, dann nur von uns aus. Als das erste Album gemacht wurde, hatten wir noch keinen fixen Stil und die neue CD, die höchstwahrscheinlich im Herbst aufgenommen wird, wird jetzt sozusagen die erste, die unseren Stil zeigt. Der Stil, den wir entwickelt haben und der auch bleiben wird.

Könnt ihr mir schon etwas mehr über das kommende Album erzählen?
Es werden zehn bis dreizehn Songs darauf zu finden sein. In eben dem Stil, der uns repräsentiert. Ja...

Wie arbeitet ihr an den Songs? Schreibt ihr sie alle gemeinsam?
Wir arbeiten gemeinsam. Es ist so, dass jemand eine Idee hat und dann darf jeder seinen Senf dazugeben. Das ist auch, was Blood­shed ausmacht. Es ist natürlich gut, wenn jemand schon eine fixe Vorstellung hat, wo es hingehen soll. Also wenn jemand eine Idee hat, dann ist es gut wenn er gleich erklärt wie er sich den Song dann vorstellt. Meistens sind die Gitarren das erste, dann wird darum herum weitergearbeitet.

Wie lange arbeitet ihr jetzt schon an dem neuen Album?
Indirekt kann man sagen seit dem letzten Album. Alles was dort nicht drauf war kommt, überarbeitet, zu 75 Prozent auf das neue Album.
Naja. Wir haben seit dem letzten Album immer wieder Songs geschrieben. Seitdem wir jetzt natürlich wissen, dass wir im Herbst aufnehmen, arbeiten wir natürlich intensiver an neuen Songs.

Macht ihr wirklich alles selbst? Ich habe gelesen, dass ihr das Artwork, euer Video – das alles ist in Eigenproduktion entstanden?
Richtig. Bis jetzt haben wir alles komplett selbst gemacht. Mit unserem Geld bezahlt. Und das Video ist ganz gut geworden. Für die neue CD haben wir jemanden für das Artwork dazugeholt. Die neue CD muss einfach „das Ding“ werden. Mit dem muss es dann richtig Starten.

Starten ist gut. Ihr habt in der kurzen Zeit eures Bestehens doch schon einiges gemacht. Ihr hattet schon zahlreiche Konzerte und habt Bands wie Pro Pain supported. Was war denn da bisher das Beste für euch?
Das absolut Beste bisher war, als wir mit Madball in der Arena gespielt haben. Das war erst vor kurzem. Das sind einfach die Hardcore-Götter – neben Sick Of It All und Agnostic Front. Aber Madball ist eine Ur-Hardcore-Band. New York Hardcore. Von dort kommt diese Musikrichtung. Und das war für uns natürlich eine große Ehre. Wir hatten auch die Chance, sie persönlich kennenzulernen. Toll. Für die Insider sind Pro Pain natürlich auch noch so... ziemlich geil. Die gehören einfach auch seit Anfang an zur Szene.
Interview: Petra Ortner

Bloodshed Remains im Internet:
www.bloodshedremains.at
www.myspace.com/bloodshedremains

Bloodshed Remains Live:
25.5.: Ybbs/Donau, Volksheim
 
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