02.02.10 - Mostviertel-Magazin: 2faces
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Die Mostviertler Band präsentiert sich auf ihrem aktuellen Album „walking“ schräger und grooviger als je zuvor. Für ihren Mix aus Rock, Funk und Pop, gewürzt mit jazzigen Akzenten ernten sie Lob und Zustimmung – von Fans wie auch von Kritikern. Petra traf die beiden Musiker Klaus Buchmann (bass, voc.) und Günther Schmid (drums, voc.)
Die Band wurde 1994 gegründet, welchen Stellenwert hat nach so vielen Jahren die Musik bei euch?
(lachen) Günther: Bei mir ist das ja eine ganz arge Geschichte, denn 1994 – als 2faces gegründet wurden – war ich noch nicht dabei. Da habe ich gerade erst begonnen Schlagzeug zu spielen. Ich war aber von Beginn an ein großer 2faces-Fan. Vor vier oder fünf Jahren bin ich bei der Band eingestiegen, womit sozusagen ein Kindheitstraum von mir in Erfüllung ging.
Klaus: Und er hatte unsere Nummern besser drauf als wir. (lachen)
Günther: Inzwischen ist Musik zu meinem Beruf geworden – ich bin Musikschullehrer. Also bei mir hat die Musik schon einen sehr hohen Stellenwert eingenommen.
Klaus: Bei mir ist es im Prinzip auch mein Beruf, da ich aber davon nicht leben kann, muss ich nebenbei noch einen anderen Job machen.
Ihr hattet im Laufe der Zeit unzählige Live-Shows. Was war für euch das bisher Schlimmste und was das Beste, das bei Auftritten passiert ist?
Klaus: Das Schlimmste – wir haben im Mühlviertel bei einem Feuerwehrfest gespielt und da brauchten wir Securities. Es waren nur ein paar Leute, aber die wollten uns von der Bühne herunterholen. Wir sind knapp dem „Teeren und Federn“ entkommen. Die wollten so eine typische Coverband dort hören und schrieen rum „Spielt Smoke On The Water“ und so Sachen.
Günther: Und das Beste – für mich ist jedes Konzert eigentlich das Beste. Am Schönsten ist es natürlich, wenn viele Leute zum Konzert kommen und total begeistert sind.
Klaus: Was sehr toll war, war das Zusammentreffen mit Kevin Coin, der einmal auf dem Grubenspektakel gespielt hat. Ihm hat die Rhythmussektion – Bass und Schlagzeug – sehr gefallen.
Wie seid ihr zu eurem Saxophonisten gekommen?
Klaus: Walter „Tarzan Perlmurl“ Lameraner hat früher bei Bahöö mitgespielt. Und wir waren von ihm sehr begeistert. Nach einem Konzert haben wir mit ihm gesprochen und so hat sich herausgestellt, dass er umgekehrt von unserer Musik sehr begeistert war. Ein paar Jahre später haben wir uns dann wieder bei ihm gemeldet, er hat dann einmal mitgespielt und hatte dann noch zwei, drei spontane Gast-Auftritte. Als wir jetzt vor vier, fünf Jahren mit der Band neu durchgestartet sind – von der Original-Besetzung sind ja nur mehr Hermann und ich dabei – haben wir dann den „Tarzan“ gefragt ob er mit dabei sein will, und so kam es, dass er in die Band einstieg.
Eure aktuelle CD heißt „walking“. Wie lange habt ihr daran gearbeitet?
Günther: Das ist eine lange Geschichte. Vor zwei Jahren – 2008 – waren wir in St.Peter/Au in einem Studio. Es wurden Bands gesucht, die Aufnahmen machten, damit der Studiobetreiber Demo-Material für seine Homepage hat. Weil wir gerade einen neuen Song hatten, nahmen wir diesen in dem Studio auf. Kurz darauf kam uns die Idee, dazu auch ein Video zu drehen. Auch das haben wir dann in Angriff genommen, wobei die Planung dann ein Jahr gedauert hat.
Klaus: Die Idee zum Video war die: Wir haben von vornherein gewusst, dass die Leute einfach nicht glücklich werden wenn sie uns nur hören, aber nicht sehen können. (lachen)
Wie lange hat die Arbeit am Video gedauert?
Günther: Im Februar waren wir in Nöchling bei der Premiere des Films „Randgestalten“.
Klaus: Ich kannte den Regisseur von früher. Und so fragten wir ihn und er meinte: „Ja, mach ich. Musikvideo hab ich eh bisher noch keines gemacht.“
Günther: Ja, dann haben wir das Drehbuch mit ihm geschrieben, haben einen Sponsor gesucht, den wir dann in der Firma „Waldviertler“ (-Schuhe) gefunden haben. Außerdem mit dabei war die Brau-Union und Haubis. Drehbeginn war dann im September. Es wurde rund vier Tage lang gedreht. Bis das Ganze fertig war, war es dann Jänner.
Klaus: Und da wir in der jetzigen Besetzung noch keinen Tonträger hatten, haben wir zum Song und Video von „walking“ gleich noch ein paar weitere Songs aufgenommen.
Wie entstehen bei euch die Songs?
Klaus: Meistens entstehen die Songs so, dass wir beim Proben Ideen aufgreifen und ausarbeiten.
Günther: Meistens ist es ein langwieriger Prozess bis wir die Songs dann fix und fertig haben. Für zwei der neuen Nummern haben wir zum Beispiel über ein Jahr gebraucht. Die letzte Nummer auf „walking“ war nach vier Proben fertig.
Bei Live-Auftritten habt ihr auch Bohrmaschinen und Zahnbürsten dabei. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, solche „Instrumente“ zu benützen?
Klaus: Das macht der „Tarzan“. Er bastelt immer wieder neue, spannende „Instrumente“. Da ist er wirklich sehr kreativ. Er musste sich sogar schon einen eigenen Raum mieten, in dem er seine ganzen „Instrumente“ lagern kann.
Interview: Petra Ortner
2faces im Internet:
www.2faces-music.com
2faces live:
27.3., 20h: d’Zuckerfabrik, Enns
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