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Freitag den 05.01.2007: UKO feat. Tania Saedi live
Album releas auf "Klein Records" ( gleiches Label wie Sofa Surfers)
„IN DER POPKULTUR STEHT ÄUSSERES ZU HÄUFIG IM VORDERGRUND“ DIE IRANISCHSTÄMMIGE KÜNSTLERIN TANIA SAEDI KONFRONTIERT UNS MIT IHREN LIVE-PERFORMANCES MIT DEM DIKTAT DER ÄUSSERLICHKEITEN IN DER POPKULTUR. AUCH MIT IHRER MUSIK SETZT SIE SICH GEGEN KLISCHEES ZUR WEHR.
Eine Theaterbühne voller Musiker, das langsame Einsetzen der Drums und dann plötzlich ein Spotlight auf ein mit einem Tschador verschleiertes Gesicht. So begegnete Tania Saedi dem ob des entfremdeten szenischen Rahmens bereits gespannten Publikum des Wiener Schauspielhauses bei ihrem letztmonatigen Konzert. Medientheater, Musik oder doch ein weiterer popkultureller Kommentar zum politischen Tagesgeschehen? „Den Tschador habe ich eher aus szenisch-ästhetischen denn aus politischen Gründen getragen. Dennoch ist das natürlich nicht die einzige Interpretation. Ich wollte das dem Publikum eigentlich offen lassen. Andererseits steht in der gegenwärtigen Popkultur viel zu häufig das Äußere eines Künstlers im Vordergrund. Wenn ich also schon einen Kommentar abgeben wollte, dann ging es mir eher um eine Kritik an dieser Praxis als um einen politischen Kommentar.“ Also doch die Bühne als der geeignete Ort? Diesem auch für das Publikum überraschenden Auftritt war eine lange Kooperation Tanias mit den UKO-Brüdern Martin und Jürgen Nußbaum vorausgegangen. Doch nicht nur in der elektronischen Musikszene ist Tania zu Hause. So kann sie in ihrer jungen Karriere bereits auf Kooperationen mit den unterschiedlichsten Musikern und Stilrichtungen verweisen. „Als Mensch und Musikerin ist es mir sehr wichtig, nicht von vornherein klassifiziert zu werden. Ich habe in so vielen verschiedenen Sparten gearbeitet und mich kreativ geäußert, dass ich mir nicht mehr vorstellen kann, in dieser Freiheit eingeschränkt zu werden. Mir geht es um die Sprachgewandtheit und die Ausdrucksmöglichkeiten, nicht um die Anzahl der BPM, über die ich singe. Ich will einfach ich selber sein und nicht eine unauthentische Kopie gängiger Popklischees.“ Die Live-Umsetzung gemeinsam mit UKO und den Musikern Thomas Mauerhofer, Christian Wendt und Jörg Haberl wird unter derartigen Voraussetzungen wohl nicht den Endpunkt der künstlerischen Entwicklung Tanias ausmachen.
1976
Tania Saedi erblickt in Teheran das Licht der Welt.
1980
Aufgrund der politischen Turbulenzen im Iran zieht sie mit ihrer Familie nach Wien. Erste musikalische Schritte gemeinsam mit ihrem Bruder Sasha, der ebenso im Musikbusiness – unter anderem als Produzent – tätig ist.
1989
Tania beginnt, eigene Texte und Songs zu schreiben, und wenig später startet sie die ersten Versuche, auch im Bandkontext aufzutreten.
1997
Fräulein Saedi nimmt Gesangsstunden in den USA und in Österreich – und das bei so renommierten Künstlern wie Mark Murphy, Fritz Pauer, Sheila Jordan sowie Michelle Hendricks. Es folgen längere Aufenthalte in den Vereinigten Staaten, wo Tania Saedi u. a. in New York, San Francisco und Los Angeles mit Marcus Shelby und Andrew Hendrix auftritt.
2000
Es kommt zur ersten Zusammenarbeit mit dem Produzentengespann UKO, zu deren Albumdebüt (2001 bei Klein Records) sie den Titel „Automatic“ beisteuert, der auch bald schon internationale Beachtung findet. Weitere Projekte als Sista Sadie sowie mit Bloc Business (inklusive China-Tour im Jahr 2005), Pumali Panthers und Alien Entertainment.
2007
Im kommenden Jahr wird es zur Veröffentlichung des Albums „Sista Sadie in a mint condition by UKO“ kommen. Nach der Tour steht ein längere Orientreise an, bei der Tania Saedi ihren Ursprung kennen lernen und ihren Horizont erweitern möchte. Außerdem ist ein Soloprojekt in Planung, bei dem sie als Singer/ Songwriter fungieren wird.