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Leo’s Musik macht prima Laune! Feelgood-Sound pur. So wie ein guter Song von Jack Johnson. Nur besser. Und fröhlicher. Schnörkellose Popmusik, gekleidet in wohlige Akustikgitarren- Arrangements, getragen von eingängigen Melodien, dargeboten mit geschmeidiger Stimme. Petra sprach mit dem sympathischen Musiker bei der Live-Präsentation seines Debütalbums „Sterne“ am Donaukanal in Wien.
Du machst seit deinem siebenten Lebensjahr Musik. War da der Wunsch schon da, das irgendwann einmal professionell zu machen? Ja, ich wollte schon immer Profimusiker werden. Aber erst einmal musste ich Geige spielen, was ich gehasst habe. Da gibt es keine Eigeninitiative, da spielst du Mozart und so Sachen, kannst aber nicht selbst komponieren. Man muss auf einem höheren Level sein, um mit Geige komponieren zu können. Du spielst ja mehrere Instrumente. Ja, Keyboard, Gitarre und Gesang sind meine Instrumente. Im Gesang hast du ebenfalls eine Ausbildung gemacht? Richtig. Ich hatte mehrere Jazz- Lehrer. Am Jazz-College wurde ich nicht aufgenommen, aber meine Genugtuung dafür ist, dass die Jazzleute von dort jetzt meine Background-Sänger sind.
Bei den anderen Instrumenten hast du ebenfalls eine Schule gemacht? Bei den anderen bin ich Autodidakt. Gitarre und Keyboard hab‘ ich mir selbst beigebracht. Du hast auch in der Wiener Oper schon gesungen. Wie und was war das? Das war etwas von Giacomo Puccini. Ein Zwei-Akter wo auch Placido Domingo mit dabei war und der hat mir damals nach unserem Auftritt eine Rose geschenkt. Worauf ich zu ihm gemeint habe: Irgendwann werde ich auch so wie du. (lacht) Das ist jetzt aber nicht ganz deine Musikrichtung geworden. Nein, das nicht. Aber ich will von der Größe her ihn erreichen. Ich wollte schon immer Ich bleiben. Ich habe nicht das Bedürfnis, irgendjemanden nachzuahmen.
Du hast schon Künstler wie Rod Steward, Rednex, Simple Minds, Right Said Fred und einige andere supported. Wie war das für dich und welcher war für dich der wichtigste Gig? Das ist mir jetzt eigentlich alles egal. Damals war ich so um die 23 Jahre alt und schon immun. Jetzt ist mein Traum, den ich mit 20 Jahren hatte, in Erfüllung gegangen. Mein jetziger Traum ist, eine Familie zu haben und einen normalen Job, aber ich habe so viel in das Ganze investiert, um es endlich nach oben zu schaffen, das schmeißt man dann nicht einfach so hin. Es gibt aber natürlich schon Leute, die ich bewundere. Mit Sting einmal zu spielen wäre zum Beispiel schon wunderbar für mich.
Dein Album heißt „Sterne“. Hat der Titel einen bestimmten Grund? „Sterne“ war die erste Single, die ich herausgebracht habe. Das war 2003. Es weiß zwar niemand, aber sie war in den Charts, wurde sogar einige Male auf Ö3 gespielt und das hat mir schon irrsinnig viel bedeutet. „Sterne“ ist auch auf dem aktuellen Album drauf. Das Album ist musikalisch sehr vielseitig. Gibt es eine Musikrichtung, die du am liebsten hast? Nein, überhaupt nicht. Ich möchte auf jeden Fall mit akustischer Gitarre spielen. Egal welcher Stil, Jazz, Pop, Rock. Wie lange hast du an dem neuen Album gearbeitet? Es waren cirka drei Jahre. Und da habe ich meine Parts in meinem eigenen Studio aufgenommen. So konnte ich, immer wenn ich traurig war, ins Studio gehen und an meinen Songs arbeiten. Du hast auf dem Album deutschsprachige und englischsprachige Songs. In welcher Sprache singst du lieber? Ich weiß nicht. Manchmal ist es in Englisch einfacher, sich auszudrücken. Das ist schwierig. Keine Ahnung. Da ich zwei Jahre in Amerika gelebt habe ist das alles irgendwie vermischt. Die coole Sprache ist die Englische, die ehrliche ist Deutsch. Und welche Musik hörst du in deiner Freizeit am liebsten? Gar keine! Gar keine? Nicht einmal Radio? Nur wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, höre ich zwangsläufig Soundportal oder FM4, kann auch Ö3 sein.
Wie schaut es mit einer Lieblingsband aus? Na ja. Vielleicht Jamiroquai und Sting. Wie sehen deine weiteren Pläne aus? Ich arbeite daran, in die Top 10 zu kommen, würde gerne die Nummer 1 werden und hoffe natürlich auf viele Gigs. Wenn es nichts wird, dann ist es mir eigentlich auch egal. Ich möchte einfach ein guter Musiker sein und mich weiter entwickeln, und das kann man nicht an den Charts messen. Vor 10 Jahren meinten noch alle, ich mache Scheiße, jetzt finden es alle super. Mir ist das egal. Ich möchte mich weiterentwickeln. Liest du eigentlich auch Kritiken über deine Musik? Meine schon. (lacht) Also ab und zu schon. Nur so interessehalber wie die Leute schreiben. Ich halte so nicht viel von Kritiken, denn es gibt so viele Leute, die eigentlich keine Ahnung haben und ich habe leider zu wenig Ahnung, wer in der Szene zu wenig Ahnung hat.
Interview: Petra Ortner
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