Vergrößern für eingeloggte User
|
Vergrößern für eingeloggte User
|
 |
2007 gegründet und im Jahr 2008 neu formiert, geht es seither steil bergauf mit der Karriere der Pop-Rockband „The Hitch Hikers“ aus Säusenstein. Petra traf Jack, Gutsch, Phil und Benny zum Gespräch am gut gedeckten Frühstückstisch.
„The Hitch Hikers“. Wie seid ihr auf diesen Bandnamen gekommen?
Auf deutsch heißt er „die Anhalter“. Erstens klingt er cool, zweitens wollen wir die Leute anhalten, unsere Musik anzuhören, stehen zu bleiben, zur Ruhe zu kommen und zu relaxen. Die Musik soll cool klingen und den Leuten etwas geben.
Wenn man sich die Musikgeschichte ansieht, sieht man, dass berühmt werden und gute Musik machen viel harte Arbeit bedeutet. Ihr seid alle noch Schüler bzw. Studenten. Wie bekommt ihr alles unter einen Hut?
Es ist schon stressig. Wenn andere Fußball spielen oder anderen Freizeitaktivitäten nachgehen, machen wir halt Musik. Das finden wir geil. Wir gehen in die Schule, machen unsere Hausaufgaben, lernen und die restliche Zeit ist dann nur für die Musik „reserviert“. Auch unsere Wochenenden sind größtenteils dafür da. Wir proben oder schreiben Songs. Natürlich ist das zeitintensiv, aber wir machen es ja gerne. Es macht richtig viel Spaß.
Wie viel wird bei euch denn geprobt?
Sehr viel (lachen). Eigentlich so oft wie möglich. An den Wochenenden ist unsere Haupt-Probenzeit, weil Günther in Hagenberg in Oberösterreich studiert. Wir schauen, dass wir zumindest zwei bis drei mal in der Woche spielen. Derzeit sind die Proben etwas seltener, weil die Matura ansteht.
Was waren die bisher wichtigsten Schritte, die ihr so als Band gemacht habt?
Ein Höhepunkt für uns war sicher das Tonstudio Baumann in Steinakirchen, weil das unser erstes Studio war. Dort konnten wir extrem viele Erfahrungen sammeln. Generell waren die Aufnahmen immer ein nächster Schritt, bei dem wir etwas weiter gekommen sind. Weil man mit einem Tonträger etwas in der Hand hat. Da kann man sagen, man hat etwas produziert, etwas geleistet. Gigmäßig war der erste größere Schritt das Beserlpark Festival in Mank, was ziemlich toll war wegen der guten Anlage dort. Excuse Me Moses waren damals Headliner. Das war eine coole Erfahrung. Dann ging es super weiter in dem Sommer mit Auslandsauftritten. Und unsere erste CD-Präsentation. Das waren alles super Erfahrungen. Wichtig war für uns auch unser erstes Radiointerview. Das Meeting mit dem niederösterreichischen Landeshauptmann war auch sehr cool. Das ist etwas, das nicht jeder sagen kann und was man nicht jeden Tag erlebt.
Ist der Landeshauptmann ein richtiger Rock’n’Roller?
(lachen) Ja, total. Absolut. Es gibt von ihm eine Biografie, und diese hatte er sich bei unserem Treffen bringen lassen, um uns ein altes Bild von ihm zu zeigen, wo er mit einer Jazzgitarre posiert. Im Anzug, mit einer fetten Gitarre. Sehr cool.
Ihr habt eure Auslandsauftritte bereits erwähnt. Wie waren die? Wie kommt man als österreichische Band zum Beispiel in London an?
Das war ziemlich großartig. Wir hatten in London drei Auftritte in Pubs und Clubs. Dafür haben wir Booking-Agenturen angeschrieben. Die Zusagen waren für uns schon ein Highlight. Dort sind Gigs so organisiert, dass an einem Abend zwei oder drei Bands spielen, was cool ist, weil man auch mit anderen Musikern ins Gespräch kommt. Aber schon das Anreisen war leiwand. Wir haben im Auto Party gemacht, auch wenn nicht viel Platz war (lachen). In London hatten wir dann an drei Abenden hintereinander unsere Auftritte, tagsüber konnten wir uns die City ansehen. Da nahmen wir unsere Gitarren und ein Cajon mit, und wo es uns gefallen hat, haben wir uns hingestellt und gespielt. Auf dem Piccadilly Circus zum Beispiel, oder im Covent Garden.
Kann man dort einfach so spielen?
Theoretisch eigentlich nicht. Was uns sehr positiv aufgefallen ist: Wenn man in London irgendwo auf der Straße spielt, bleiben die Leute stehen und hören zu. Da hat man plötzlich 150 Leute im Halbkreis stehen. Die Menschen, die wir auf der Straße trafen und ansprachen – „Wir spielen heute dort oder da, kommt vorbei!“ – die kamen dann auch wirklich zu den Konzerten (lachen).
Euer Song „Can‘t Quit You“ läuft auf Ö3. Wie habt ihr es geschafft, da gespielt zu werden? Ist ja sicher nicht so einfach...
Wir haben die Nummer bei Alexander Kahr produziert, mit dem Auftrag, dass der Sound so cool wie möglich wird, damit der Song eine Chance hat, sich gegen andere durchzusetzen. Das ist super gelungen und so haben wir den Song mit Biografie und Bildern als Package zu Ö3 geschickt. Dann bekamen wir die Zusage, seitdem läuft der Song im Radio...
Interview: Petra Ortner
Mehr im Internet:
www.thehitchhikers.at
live:
9. Juli, 22 Uhr: Haag, Badfest
15. Juli, 18 Uhr: Waidhofen/Ybbs, Raiffeisen-Foyer
19. Juli, 18 Uhr: Ybbs/Donau, Raiffeisen-Foyer
28. August, 21 Uhr: Oberndorf, Beachmania