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20.02.12 - Heizwerk in der Parksiedlung wurde in Betrieb genommen
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Heizwerk in der Parksiedlung wurde in Betrieb genommen


„Bereits seit dem 27. Dezember 2011 werden die ersten Kunden durch die neue Biomassemodulanlage versorgt. Bisher wurden bei 20 Kunden die für die Fernwärmeversorgung notwendigen Frischwassermodule installiert“, so Ing. Markus Jauk von der Biowärme Amstetten West GmbH, einem Gemeinschaftsunterneh-men von STADTwerke Amstetten und EVN Wärme GmbH. Pro Woche sollen weitere vier Wohnungen umgestellt werden, sodass mit Ende der Heizperiode der Erstausbau abgeschlossen sein sollte.

Das Heizwerk wird künftig mit Hackschnitzeln aus der Region beheizt, wodurch rund 400 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden. Der Biomassekessel hat eine Leistung von 300 Kilowatt, als Ausfallsreserve und für Spitzenlastabdeckung steht ein Erdgaskessel mit einer Leistung von zusätzlich 700 Kilowatt zur Verfügung. Die Länge des gesamten Fernwärmenetzes wird rund 600 m betragen, die Investitionen belaufen sich insgesamt auf knapp 1 Mio. Euro. Im Endausbau sollen rund 290 Wohnungen durch diese Anlage versorgt werden.

Die Anlage wurde in sechsmonatiger Bauzeit nordwestlich der Parksiedlung, rund 150 Meter von den Wohnbauten entfernt errichtet und besteht aus zwei Stahlbetonmodulen, von denen jedes etwa 4 Meter breit und 7 Meter lange ist. Die Brennstoffeinbringung erfolgt über Förderschnecken vom landwirtschaftlichen Anhänger aus, der im Schnitt einmal pro Woche das Hackgut anliefert. Von der Anlage ausgehend wurde in die Parksiedlung ein Wärmeverteilnetz errichtet und die Wohnbauten werden sukzessive ans Netz angeschlossen. Damit wird die Versorgung der Parksiedlung mit biogenen Energieträgern ermöglicht. Die Anlage wurde mit 100%ig österreichischer Wertschöpfung errichtet.

Um die Nachhaltigkeit der Anlage zu unterstreichen, wurde auf der maximal möglichen Fläche am Dach eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 2,84 kWp errichtet, die einen beträchtlichen Anteil des eigenen Strombedarfs decken kann.


Bild (v.l.nr.): Besuch beim Heizwerk: Umweltstadtrat Ing. Anton Katzengruber, Bürgermeistgerin Ursula Puchebner, Dir. Ing. Robert Simmer, Ing. Markus Jauk

 
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