09.03.12 - Weltfrauentag-Aktion der Amstettner SPÖ-Frauen
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Am 8. März, dem Weltfrauentag, machten die Amstettner SPÖ-Frauen mit der Aktion „Achtung Teilzeit: Halber Lohn, weniger Pension!“ am Hauptplatz in Gesprächen mit Passanten und Geschäftsinhabern darauf aufmerksam, dass beinahe jede zweite Frau in Teilzeit arbeitet. „Bereits 44 Prozent der Frauen arbeiten Teilzeit, bei den Männern sind es nur neun Prozent“, berichtet GR Regina Öllinger, Vorsitzende der SPÖ Frauen Amstetten. „Studien zeigen deutlich, dass jedoch ein Viertel der teilzeitbeschäftigten Frauen gerne auf Vollzeit umsteigen würde. Zudem gibt fast die Hälfte der Frauen an, dass sie wegen der Betreuung von Kindern und älteren Angehörigen Teilzeit arbeiten.“ Daher solle in Zukunft der Umstieg von Teilzeit auf Vollzeit leichter werden.
Die SPÖ-Frauen fordern klar eine Informationspflicht in den Betrieben. „Bevor Vollzeitjobs extern ausgeschrieben werden, müssen die Teilzeitkräfte im Unternehmen Bescheid bekommen“, so Öllinger. „Weiters fordern wir eine Erhöhung der Regelarbeitszeit. Wird permanent Mehrarbeit geleistet, dann soll der Arbeitgeber der Mitarbeiterin nach einer bestimmten Zeit – etwa nach einem viertel oder halben Jahr – anbieten, die Regelarbeitszeit zu erhöhen. Außerdem muss es in Zukunft die Pendlerpauschale auch für Teilzeitkräfte geben.“ Weitere Forderungen sind eine faire Abgeltung von Mehrarbeit – Einhaltung des Mehrarbeitszuschlages und der Zeitausgleichsregelungen –, und eine Infrastruktur, die Vollzeit ermöglicht. „Wir SPÖ-Frauen setzen uns daher für den Ausbau der Kinderbetreuung sowie für Ganztagsschulen und Pflegeplätze für ältere Menschen ein“, erklärt Öllinger. „Denn Teilzeitbeschäftigte erhalten einen bis zu 30 Prozent geringeren Stundenlohn als Vollzeitbeschäftigte. Dadurch bedingt bedeutet Teilzeit auch weniger Pension. Frauen dürfen nicht länger hintanstehen. Wir fordern Gerechtigkeit und Fairness für immerhin 50 Prozent der Bevölkerung!“
Foto(z.V.g.): v.l.n.r. Angela Huber, Doris Walter, Renate Höld, Vzbgm.NR.Ulrike Königsberger-Ludwig, GR. Gudrun Simmer, Bgm. Ursula Puchebner, Mathilde Govednik, GR. Regina Öllinger, Ilse Jaidhauser, Friedrike Rockenschaub, Christine Hager
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