Die Benutzerstatistik zeigt, dass das Stadtarchiv im fünften Jahr seines Bestehens immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. „Die Zahl der Benutzungen, BesucherInnen und Anfragen hat sich stetig erhöht“, so
Stadtarchivar Josef Plaimer. Im Jahr 2009 nahmen immerhin bereits mehr als 300 BenutzerInnen das Stadtarchiv in Anspruch, es zählte 171 BesucherInnen und 131 Anfragen. Das Stadtarchiv wird hauptsächlich von Privatpersonen in Anspruch genommen, um Einblick in die vorhandenen Zeitungsbände nehmen zu können. „Angenommen werden in erster Linie Schriftgut, dieses jedoch in vielfältiger Form“, so Plaimer „aber auch bedeutende archäologische Funde“.
Besonders stolz ist Stadtarchivar Plaimer, dass immer mehr Raritäten im Stadtarchiv „eintrudeln“. „Alte Ansichtskarten, Notgeld, die Leseordnung der Stadtbücherei, ein Fahrplan uvm. werden uns geschickt, das sind alles kleine Mosaiksteine rund um die Geschichte Amstettens“ so Josef Plaimer.
Eine wichtige Aufarbeitung war auch die Erstellung der Fotodokumentation im Jahr 2009 „150 Jahre Bahn und Bahnhof“ Amstetten. Zahlreiche weitere digitale Fotoserien sind bereits online auf
www.amstetten.at zu finden (Kultur – Stadtarchiv – digitale Fotoserien)
Der „Sammelbereich“ des Stadtarchivs, der jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, umfasst:
In erster Linie soll es sich um intakten „Schriftgut“ aller Art handeln.
Archäologische Funde, mit Bezug zur Stadt oder Bezirk Amstetten,
Literarische Nachlässe, Messen, Theaterstücke (auch Entwürfe)
Alte Dokumente, Verträge, Schul-Zeugnisse, Ehrenurkunden,
jede Art von Vereins- und sonstige Lehrbücher,
Notgeld 1919/20, Inflationsgeld zw. 1920-25, Münzen,
auch aus der Zeit des 2. Weltkrieges,
Fotos u. Ansichtskarten von Amstetten, Mauer, Ulmerfeld-Hausmening, Neufurth, Greinsfurth, also von allen Stadtteilen, Rotten, auch einzelnen Siedlungsgebieten od. Straßenzügen etc.
Fotos aus früherer Zeit zu Familienleben, Arbeitswelt etc.,
(auch Gruppenaufnahmen, Kleidung aus früherer Zeit, Feste oder Feiern insbesondere auch zum Vereinsleben),
Fotos von kirchlichen Festen u. Feiern aus früheren Jahren,
(auch Totenbilder od. Parten zu Personen aus der Stadt),
Ansichts-, Post- u. Glückwunsch-Karten aus früherer Zeit,
(z.B. Namenstags- od. Geburtstagskarten, zu Ostern, Pfingsten od. Weihnachten usw.),
Publikationen, Tagebücher und Fotografien zu beiden Weltkriegen sowie Wehrdienstbücher, Ausweise, Auszeichnungen, Orden etc.
jede Art von Bescheinigungen, Bewilligungen etc.,
Historische Tages- u. Wochenzeitungen, Landkarten und Atlanten,
LEXIKAs, (wie z.B. alte Brockhaus, Bertelsmann),
Festschriften von Vereinen, Organisationen und Firmen,
(mit Bezug auf die Stadt u. Bezirk Amstetten),
Ortschroniken und ortsgeschichtliche Publikationen, insbes. zu Jubiläen, (mit Bezug auf die Stadt u. Bezirk Amstetten),
Biografien bekannter österreichischer Persönlichkeiten
(z.B. Politiker, Künstler, Geistliche, Wissenschaftler, usw.)
Bücher über Lebenserinnerungen, Tatsachenberichte,
(Erzählungen aus früherer Arbeitswelt, aus dem Familienleben usw.)
Abzeichen von Vereinen (u. Organisationen) zu Jubiläen
(mit Bezug zur Stadt Amstetten),
Öffnungszeiten des Stadtarchivs:
An Dienstagen (außer Feiertagen) von 9 – 11 Uhr,
Tel. 07472 – 601 – 343, Rathausgebäude, 3. Stock
Außerhalb der Öffnungszeit erteilt das Kulturamt Auskünfte:
07472 – 601 – 456 od. 348.
Foto (z.V.g.): Kulturstadträtin NR Ulrike Königsberger-Ludwig und Stadtarchivar Josef Plaimer