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Die Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling in der NS-Zeit
14.09.17 ab 18:00 Uhr
Amstetten
Rathaussaal
 
Amstetten Gemeinde
07472/601-0
www.amstetten.at
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„Geschlossene Anstalt? Die „Heil- und Pflegeanstalt" Mauer-Öhling in der NS-Zeit und im kollektiven Gedächtnis“
Auftakt zum Sparkling-Science-Projekt

Das Institut für jüdische Geschichte Österreichs setzt sich mit diesem Projekt zum Ziel, in Kooperation mit dem Aufbaulehrgang Wirtschaft (Fachschule Amstetten) und dem Stadtarchiv Amstetten, diesen Teil der Geschichte Mauer-Öhlings näher zu beleuchten

Die Anstalt Mauer-Öhling war mit ihren rund 2.000 Betten eine der größten Kliniken auf österreichischem Boden, die im nationalsozialistischen System an der Ermordung von Psychiatriepatient/inn/en beteiligt war. Zwischen Juni 1940 und August 1941 wurden bis zu 1.600 Patientinnen und Patienten aus Mauer-Öhling in Tötungsanstalten wie Hartheim vergast. Danach wurde bis Kriegsende anstaltsintern eine unbekannte Zahl an Patient/inn/en, vermutlich aber auch nicht (mehr) arbeitsfähige Zwangsarbeiter/innen und verwundete Wehrmachtssoldaten ermordet oder deren Tod durch Unterernährung, systematische Vernachlässigung usw. bewusst herbeigeführt. Die Geschichte der Anstalt Mauer-Öhling während der NS-Zeit, ebenso wie die kollektive Erinnerung daran, ist bisher noch kaum erforscht worden. Das am Institut für jüdische Geschichte Österreichs angesiedelte Sparkling-Science-Projekt „Geschlossene Anstalt? Die „Heil- und Pflegeanstalt" Mauer-Öhling in der NS-Zeit und im kollektiven Gedächtnis“ setzt sich zum Ziel, in Kooperation mit dem Aufbaulehrgang Wirtschaft (Fachschule Amstetten) und dem Stadtarchiv Amstetten, diesen Teil der Geschichte Mauer-Öhlings näher zu beleuchten.

Der offizielle Projektstart erfolgt am 14. September 2017 im Rathaussaal Amstetten (Beginn 18:00 Uhr) mit der Vorführung des Films „Nebel im August“ und einem anschließenden Publikumsgespräch. Aufgrund der im Film gezeigten Parallelitäten mit den Vorgängen in der „Heil- und Pflegeanstalt“ Mauer-Öhling während der NS-Zeit („T4“-Transporte in die Vernichtungszentren, „anstaltsinterne Euthanasie“, der überbelegte Friedhof), bietet der Film einen ausgesprochen beeindruckenden Impuls, sich mit der Geschichte der Psychiatrie im Raum Amstetten auseinander zu setzen.
Anschließend an den Film findet ein Publikumsgespräch mit dem Historiker Philipp Mettauer mit Publikumsbeteiligung statt, moderiert von Stadtarchivar Thomas Buchner.

Programm:

18:00 Uhr
Grußworte von Ulrike Königsberger-Ludwig (Abg. zum NR, Vizebürgermeisterin Amstettens und Behindertensprecherin der SPÖ)
Martha Keil (Direktorin Injoest) berichtet über das Sparkling-Science-Projekt: „Geschlossene" Anstalt? Die „Heil- und Pflegeanstalt" Mauer-Öhling in der NS-Zeit und im kollektiven Gedächtnis – eine Kooperation des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs (Injoest) mit der Fachschule Amstetten und dem Stadtarchiv Amstetten

18:20 Uhr
Filmstart „Nebel im August“, (Länge 126 Minuten)
Die authentische Geschichte von Ernst Lossa, Psychiatriepatient der frühen 1940er Jahre.
Regie: Kai Wessel, Drehbuch: Holger Karsten Schmidt, nach Motiven des gleichnamigen Tatsachenromans von Robert Domes. Mit: Ivo Pietzcker, Sebastian Koch, Thomas Schubert, Fritzi Haberlandt

Der 13-jährige Ernst Lossa, Sohn fahrender Händler und Halbwaise, ist ein aufgeweckter, aber unangepasster Junge. Die Kinder- und Erziehungsheime, in denen er bisher lebte, haben ihn als „nicht erziehbar“ eingestuft und schieben ihn schließlich wegen seiner rebellischen Art in eine Nervenheilanstalt ab. Nach kurzer Zeit bemerkt er, dass unter der Klinikleitung von Dr. Veithausen Insassen getötet werden. Er setzt sich zur Wehr und versucht den Patientinnen und Patienten zu helfen. Schließlich plant er die Flucht, gemeinsam mit Nandl, seiner ersten Liebe. Doch Ernst befindet sich in großer Gefahr, denn Klinikleitung und Personal entscheiden über Leben und Tod der Kinder..
www.filmladen.at/film/nebel-im-august/

20:30 Uhr
Publikumsgespräch mit dem Historiker Philipp Mettauer, Moderation Thomas Buchner (Stadtarchiv Amstetten)
Foto (c) Filmladen Filmverleih

 
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